Holzlasuren für außen: Tipps
Konstruktion. Bauteile so anbringen, dass Wasserkontakt möglichst vermieden wird. Wenn das nicht geht, dafür sorgen, dass das Holz schnell wieder trocknen kann (siehe „Infografiken“). Widerstandsfähiges Holz wählen: Robinie, Teak und Eiche sind resistent, Lärche, Kiefer und Douglasie mäßig, Fichte und Tanne wenig, Buche gar nicht.
Vorarbeit. Raues Holz und alte Lasuren anschleifen, alten Lack entfernen (siehe test 7/05: Farbentfernung). Beim Schleifen Atemschutz tragen, da Holzstäube Krebs erzeugen können.
Verarbeitung. Holz sollte trocken sein. Grundieren, wenn Anbieter es vorschreibt, gegebenenfalls mit Bläueschutz (siehe Biozide). In der Regel sind zwei Deckanstriche empfehlenswert, bei niedrigen Temperaturen und hoher Luftfeuchte einen Tag abwarten. Zwischenschliff ratsam. Lösemittelhaltige Produkte nur im Freien verarbeiten.
Werkzeug. Pinsel: Naturhaar für lösemittelhaltige Lasuren, Kunsthaar für wasserbasierte (Acrylpinsel). Gute Pinsel haben lange Borsten, sind elastisch, aber nicht weich, die Zwinge ist solide verarbeitet, der Griff unlackiert. Handschuhe und Schutzbrille tragen, vor allem bei Überkopfarbeit. Reinigen: wasserbasierte Lasuren mit Wasser, lösemittelhaltige Produkte mit Verdünner.
Biozide. Heimwerker sollten möglichst auf Biozide verzichten, in Innenräumen sind sie unnötig. Außen kann ein Schutz gegen Bläuepilze für Nadelholz, das oft feucht wird, sinnvoll sein. Verwenden Sie für reinen Bläueschutz Produkte mit einer Registernummer des Umweltbundesamts („UBA-Reg.-Nr.“). Vor anderen Pilzen schützt bei Dauerfeuchte (Erdkontakt) am besten werkseitig biozidbehandeltes (kesseldruckimprägniertes) Holz. Insektizide sind außen überflüssig und innen Fachleuten vorbehalten. Wer selbst Biozide verarbeitet, sollte nur Grundierungen mit dem „RAL-Gütezeichen Holzschutzmittel“ verwenden. Ein Deckanstrich verhindert Auswaschen. Biozidhaltiges Holz nicht verbrennen (Sondermüll).
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Infografiken
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