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Saft: Wie gesund ist er?

test 07/2003

Entsafter

Vorteil: Frisch gepresster Saft bietet fast alles, was auch Gemüse und Früchte im Ganzen enthalten: Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, zum Beispiel Karotinoide (unter anderem gut für die Sehkraft) und Flavonoide (unter anderem Krebs vorbeugend). Saft besitzt zwar weniger verdauungsfördernde Ballaststoffe als ganze Früchte oder Gemüse, dafür ist er leichter verdaulich. Somit kann Obst- oder Gemüsesaft im Rahmen der Fünf-am-Tag-Regel ein bis zwei Portionen ersetzen.

Nachteil: Manche Vitamine sind leicht flüchtig und können bei der Verarbeitung schnell verloren gehen. Vitamin C ist besonders empfindlich gegenüber Sauerstoff, Hitze und Licht. Mit dem Entsaften können neben Ballaststoffen auch weitere Substanzen verschwinden, die sich in den äußeren Schichten oder der Schale der Pflanzen befinden. Die Kombination dieser Stoffe im Verbund erzielt eine wesentlich höhere Wirkung als die einzelnen Substanzen.

Übrigens: Ob selbst gepresst oder gekauft – der Nährwert ist im Wesentlichen der gleiche. Naturtrübe und fruchtfleischhaltige Säfte haben aber einen höheren Gehalt an Ballaststoffen als klare Säfte.

Allgemein gilt: Saft, ob nun frisch oder gekauft, ist zwar immer eine bekömmliche Alternative, ersetzt aber trotzdem nicht den Verzehr von ganzem Obst und Gemüse.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: