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Filter- und Enthärtungsanlagen für Trinkwasser: Meist überflüssig

Filter- und Enthärtungsanlagen für Trinkwasser Meldung

test 03/2009

Trinkwasser ist in Deutschland so gut, dass es normalerweise im Haushalt nicht zusätzlich aufbereitet werden muss.

Kontrolliert: Trinkwasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Eine Aufbereitung im Haushalt ist meist überflüssig. Sie kann bei falscher Anwendung sogar die Wasserqualität verschlechtern. Das sollten alle wissen, die sich für Filter- und Enthärtungsanlagen interessieren. Diese Anlagen werden oft mit irreführender Werbung und windigen Verkaufsmethoden angeboten.

Kein Problem: Eine Wasserbehandlung im Haushalt wäre allenfalls dann sinnvoll, wenn das Wasser tatsächlich mit unerwünschten Stoffen belastet ist. Aktivkohlefilter können zum Beispiel chlorierte Kohlenwasserstoffe zurückhalten. Doch die stellen in aller Regel gar kein Problem dar.

Kein Muss: Ionentauscher entziehen hartem Wasser Kalzium- und Magnesium-Ionen und tauschen sie gegen Natrium aus. Fest installierte Anlagen müssen aber regelmäßig mit Salz regeneriert werden. Aus gesundheitlicher Sicht sind die Mineralien Kalzium und Magnesium im Trinkwasser wünschenswert. Dosieranlagen versetzen das Wasser mit Phosphat und/oder Silikat und sollen so Korrosion der Rohre vermindern. Phosphat im Trinkwasser ist aber unerwünscht. Kleine Tischfilter, die das Wasser „weicher“ machen, können den Geschmack von Tee verbessern.

Kein Beweis: Vorsicht ist bei Geräten angebracht, die „Harmonisierung“, „Vitalisierung“, „Levitation“ oder „Energetisierung“ des Wassers versprechen. Eine Verbesserung der Wasserqualität durch solche „eso­terische“ Aufbereitung kann wissenschaftlich fast nie belegt werden.

Keine Lösung: Alte Wasserleitungen aus Blei können das Trinkwasser tatsächlich belasten. Ob das auf Ihr Trinkwasser zutrifft, zeigt unsere Wasseranalyse (siehe Analyse Schwermetalle im Trinkwasser). Ein Wasserfilter kann dann zwar vorübergehend helfen, doch auf Dauer hilft nur eines: Alte Bleirohre her­ausreißen und durch neue Leitungen ersetzen.

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: