Theorie und Praxis: Der Lichtschutzfaktor
Anhaltspunkt. Der auf den Sonnenschutzmitteln aufgedruckte Lichtschutzfaktor gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie lange man sich mit dem Mittel in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je höher der Faktor, desto länger. Beispiel: Wer ungeschützt nach zehn Minuten eine rote Haut bekommt, soll unter dem Schutz eines Produkts mit Faktor 20 zwanzigmal länger ungefährdet brutzeln dürfen, also mehr als drei Stunden. Jedenfalls theoretisch.
Nie ausreizen. Die Zahlenangaben spielen eine Genauigkeit vor, die praktisch nicht gegeben ist. Der Lichtschutzfaktor ist nämlich ein unter Laborbedingungen ermittelter Durchschnittswert, der gerade bei hohen Werten starken Schwankungen unterliegt. Man sollte deshalb die – scheinbar – mögliche Aufenthaltszeit in der Sonne nie bis aufs Letzte ausnutzen.
Empfehlung. Hautärzte empfehlen, bereits nach zwei Drittel der „erlaubten“ Zeit in den Schatten zu wechseln, um die Haut nicht zu sehr zu strapazieren.
Schutzklassen. Um eine zusätzliche Orientierung zu geben, ordnen einige Anbieter den Lichtschutzfaktor jetzt bestimmten, genau definierten Schutzklassen zu – von Basis bis Ultra hoch.
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