Handhabung: Tipps für den Alltag
Rollatoren müssen sicher und bequem sein. Bei der täglichen Handhabung gibt es viele kritische Punkte, auf die besonders zu achten ist.
Einstellen von Handgriffhöhe und Bremsen
Das ist bei vielen Rollatoren recht umständlich. In der Regel wird das zwar bereits im Sanitätshaus für den Benutzer vorgenommen, doch dass es auch leichter gehen kann, zeigen die Modelle Topro Troja, Bischoff&Bischoff RL 120 und Dolomite Amigo 600. Achtung: Ist die Höhe stufenlos verstellbar, können auch die Handgriffe gedreht werden. Stehen sie zu weit nach außen, besteht Kippgefahr.
Bremsgriffe
Zum Teil war nach dem Feststellen der Parkbremse (Feststellbremse) der Abstand zwischen Hand- und Bremsgriff sehr groß (Days Casa Go-Go III und Etac Ono). Die Bremse war selbst für normal große Hände nicht einfach zu lösen. Am besten vor dem Kauf ausprobieren!
Faltsicherung
Günstig, wenn sie bei aufgestelltem Rollator automatisch einrastet. Einige Modelle haben diesen selbsttätigen Arretiermechanismus
(siehe Tabelle). Wird das Feststellen per Hand mal vergessen, kann der Rollator ungewollt zusammenklappen – zum Beispiel im Fahren bei einem Aufprall. Sturzgefahr!
Zusammenfalten
Hier sollte immer genau die Gebrauchsanleitung befolgt werden. Denn wer dabei etwas falsch macht, kann sich arg die Finger klemmen. Günstig: Immer eine Kopie dabei haben.
Sitzhöhe
Für kleine Menschen ist die Höhe des Sitzes bei den meisten Rollatoren recht hoch (rund 60 cm), das Aufstehen aber dafür leichter. Fußspitzen sollten zur Sicherheit immer den Boden berühren können. Ein niedriger Sitz (Bischoff&Bischoff RL mit 50 cm) ist zwar bequemer, dafür ist es meist schwerer, wieder hochzukommen.
Gebrauchsanleitungen
Sie sollten gut lesbar sein, um Nutzungsfehler beim Klappmechanismus und der Bremsbedienung zu verhindern. Vor allem bei Invacare P452E, Dolomite Amigo 600, Rehaforum Rollator und Rebotec Polo ist das mit der kleinen Schrift nur schwer möglich. Bei den Rollatoren Dietz und Rehaforum fehlten zudem Hinweise für die Bremseinstellung.
Rückengurt
Von manchen wird er als bequem, von anderen als hinderlich empfunden. Günstig sind abnehmbare Bügel. Bei Integration in die Handgriffstange, wie beim Rebotec Polo, kann die Lehne bei höchster Einstellung der Griffe unangenehm in den Rücken drücken.
Reflektoren
Sie erhöhen die Sicherheit auf der Straße bei Dunkelheit. Neun Rollatoren verzichten gänzlich auf die wirklich nützlichen und zudem preisgünstigen Rückstrahler, einige haben sie nur teilweise. Nach allen Seiten ausreichend geschützt sind nur der Topro Troja und der Dolomite Amigo 600.
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