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Interview: Sparsam auftragen

Deos Test
Wir sprachen mit Professor Dr. Wolfgang Gehring, Direktor der Hautklinik Karlsruhe.

test 05/2007

Menschen mit empfindlicher Haut haben oft Probleme mit Deos.

Deos

Nicht jeder verträgt ein Deo. Welche Alternativen haben hautempfindliche Menschen?

Sie sollten das Deo in jedem Fall nur sparsam auftragen und die Achseln vorher mit einem Syndet mit einem pH-Wert von etwa 5,5 waschen. Möglicherweise hilft es, parfüm- und alkoholfreie Produkte zu wählen. Derjenige, der auf Aluminiumverbindungen empfindlich reagiert, sollte ein Deo ohne diese Bestandteile wählen. Die werden allerdings nicht mehr sehr häufig angeboten.

Verstopfen die schweißhemmenden Aluminiumsalze die Poren?

Die Poren werden nicht verstopft. Die Schweißdrüsenausgänge werden nur leicht verengt, sodass weniger Schweiß austritt. Besonders bei starkem Schwitzen werden diese Aluminiumverbindungen als sehr sinnvoll angesehen. Gleichzeitig haben sie auch eine bakterienhemmende Wirkung.

Was ist mit dem Verdacht, dass diese Substanzen die Alzheimer-Krankheit verursachen können?

Es gibt bislang keine Studie am Menschen, die diesen Verdacht untermauern würde. Hinweise auf Alzheimer stammen aus Tierexperimenten an Mäusen. Dabei ging es zudem um hohe Dosierungen an Aluminiumverbindungen, die mit handelsüblichen Deos in keinster Weise erreicht werden.

Auch die zur Konservierung manchmal eingesetzten Parabene gerieten im Zusammenhang mit Deos in die Diskussion. Sie sollen Brustkrebs verur­sa­chen können.

Diese Konservierungsstoffe gelten als sehr gut erforscht und sicher. Ein kausaler Zusammenhang mit Zellveränderungen beim Menschen wurde bisher nicht registriert. Ganz abgesehen davon sind mir kaum Deos bekannt, die mit Parabenen haltbar gemacht werden.

Können bei Verwendung eines Deosprays Partikel in die Lunge geraten? Was bedeutet das für die Gesundheit?

Beim Bundesinstitut für Risikobewertung läuft derzeit ein entsprechendes Forschungsprojekt. Nach Stand der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion sind keine gesundheitlichen Probleme zu befürchten.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: