Special Zähne: Beim Zahnarzt
24.09.2009
Kaum jemand geht gerne zum Zahnarzt. Trotzdem: Regelmäßige Besuche sind wichtig. So erkennt der Zahnarzt Erkrankungen von Zähnen oder Zahnfleisch rechtzeitig. Neben weniger Schmerzen schont das meist auch den Geldbeutel des Patienten. test.de sagt, was wichtig ist.
Vor der Behandlung
Vor einer Behandlung muss der Zahnarzt die Krankengeschichte seines Patienten kennen. Dafür benötigt er alle Angaben zu Krankheiten, Allergien und vom Patienten einzunehmende Medikamente. In den meisten Praxen müssen Patienten daher einen so genannten Anamnesebogen ausfüllen. Jeder sollte dies gewissenhaft tun. Sonst kann es während der Behandlung zu Komplikationen kommen.
Röntgen
Das Röntgen ist eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden. Es zeigt die innere Beschaffenheit von Zähnen und Kiefer. Ein großer Teil der Karies wäre für den Zahnarzt etwa ohne Röntgen nicht sichtbar. Das gilt insbesondere für Karies an Flächen, die den Zahnzwischenraum bilden. Diese Flächen erscheinen auf dem Röntgenbild dunkler. Allerdings: Karies im Frühstadium ist durch Röntgen noch nicht sichtbar.
Die Strahlenbelastung ist heute relativ gering. Mit modernen Geräten, hoch empfindlichen Filtern und bei Einhaltung der Sicherheitsvorschriften (Bleischürze und Bleikragen tragen) ist das Röntgen ungefährlich. Der Zahnarzt ist verpflichtet, die Bilder zehn Jahre lang aufzubewahren. Er muss die Bilder auch weiterbehandelnden Ärtzen vorübergehend überlassen. Patienten können kostenlose Kopien ihrer Röntgenbilder vom Zahnarzt verlangen.
Tipp: Will Ihr Zahnarzt innerhalb weniger Monate größere Aufnahmen wiederholen, sollten Sie nach dem Grund fragen. Sinnvoll ist dies nur zum Teil. Etwa, wenn der Arzt den Zustand der Zähne vor und nach einer komplizierten Behandlung (Implantat, Wurzelbehandlung) vergleichen und Ihnen diese Aufnahmen zeigen möchte.
Intraoralkamera
Diese Kameras zeigen in Verbindung mit einem Computer vergrößerte Aufnahmen des Mundes. Dieses System eignet sich vor allem zur Dokumentation. Der Zahnarzt kann dem Patienten so besser zeigen, warum er welchen Zahn wie behandelt. Weniger nützlich ist es zur Kariesdiagnose.
Lokalanästhesie
Mit einer Lokalanästhesie kann der Zahnarzt Schmerzen bei der Behandlung oft ausschalten. Im Oberkiefer kann er die Spritze fast schmerzlos setzen, wenn er vorsichtig vorgeht. Hier wirkt die „Betäubung“ sehr gut, da der Kiefer porös ist und die Wirkstoffe gut zum einzelnen Zahn gelangen. Im Unterkiefer ist der Knochen dichter. Die Lokalanästhesie ist daher schwieriger. Wenn Patienten den Mund nicht richtig öffnen oder den Kopf etwas bewegen, trifft der Zahnarzt den Punkt nicht genau und die Wirkung kann sich verringern. Vergiftungen oder sonstige schwere Nebenwirkungen sind ausgeschlossen. Auch allergische Reaktionen sind sehr selten - vorausgesetzt der Arzt hat durch den ausgefüllten Anamnesebogen Kenntnis von möglichen Erkrankungen, Allergien und Medikamenten, die Patienten einnehmen.
Tipp: Der Körper muss den Eingriff und die „Betäubung“ erst verarbeiten. Sie sollten daher nach einer schmerzhaften Behandlung nicht mit dem Auto, Motorrad oder dem Fahrrad fahren, da Ihre Reaktionsfähigkeit herabgesetzt ist. Das gilt besonders dann, wenn Sie zusätzlich schmerzstillende Medikamente eingenommen haben. Durch das herabgesetzte Schmerzempfinden sollten Sie zudem vorsichtig mit Kaubewegungen sein. Sie können sich sonst leicht verletzen.
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