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Raucher-Entwöhnung: Jede Zigarette schadet

Raucher-Entwöhnung Special
In Kanada muss jede Zigaretten-Packung ein Bild mit einer Warnung tragen. 16 Motive stehen zu Auswahl.

31.08.2007

Zigarettenrauch besteht aus mehr als 3 800 chemischen Bestandteilen, darunter Formaldehyd, Cadmium, Blei und Nickel. Mindestens 43 Schadstoffe gelten als potentiell krebserregend. Dadurch schaden Raucher nicht nur sich selbst, sondern auch den Menschen, die ihnen nahe sind.

Raucher-Entwöhnung

Gesundheitliche Schäden

Raucher-Entwöhnung Special
Die EU-Kommission will den EU-Staaten ebenfalls empfehlen, Fotos aufzudrucken.

Jede Zigarette verkürzt die Lebenserwartung eines Rauchers um durchschnittlich fünf Minuten. In Deutschland sterben pro Jahr 90 000 bis 140 000 Menschen an den Folgen ihres Zigarettenkonsums. Die Liste der Erkrankungen, die bei Rauchern wesentlich wahrscheinlicher sind als bei Nichtrauchern, ist lang. Sie enthält unter anderem:

  • Krebserkrankungen: 40-45% aller Krebstodesfälle werden aufs Rauchen zurückgeführt, beim Lungenkarzinom sind es sogar 90-95%,
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Arterienverkalkung,
  • Durchblutungsstörungen, und dadurch Raucherbein, Herzinfarkt, Schlaganfall und Impotenz,
  • Lungenentzündung, Bronchitis,
  • Genschäden, Veränderungen im Erbgut,
  • Erblindung: Starke Raucher erblinden doppelt so häufig wie Nichtraucher.

Passivrauchen

Raucher-Entwöhnung Special
„Sie sind nicht der einzige, der diese Zigarette raucht“.

Nur ein Viertel des Tabakrauchs atmet der Raucher selber ein. Der restliche Rauch, der 50 Prozent mehr giftige Stoffe als der direkt eingeatmete Rauch enthält, gelangt ungefiltert in die Luft. Menschen, die diesen Rauch regelmäßig einatmen, also passiv rauchen, haben ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs und Herzinfarkt.

Bei Kindern erhöht Passivrauchen das Risiko für

  • plötzlichen Kindstod,
  • Atemwegserkrankungen,
  • Asthma,
  • Mittelohrinfektionen,
  • Allergien.

Rauchen „Light“

Bezeichnungen wie light oder mild suggerieren, dass das Rauchen dieser Zigaretten weniger gefährlich ist. Das erleichtert einerseits den Einstieg und verhindert andererseits Aufhörversuche. Aber der Name trügt. Lightraucher und -raucherinnen erkranken häufiger an einer Krebsart in den feinen und tieferen Lungenschichten, die besonders schlecht behandelbar ist. In der EU sind solche Bezeichnungen seit Oktober 2003 verboten.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: