Versandapotheken: Pillen und Prozente
Medikamente sind im Internet oft günstiger. Davon profitieren vor allem chronisch Kranke mit hohem Arzneibedarf. Achten Sie aber auf die Sicherheit.
Sonderpreise, Rabatte, Boni: Onlineapotheker locken mit allerhand Preisvorteilen. Ausländische Anbieter können sogar die hier anfallenden Rezeptgebühren erstatten. Bis 15 Prozent Sparpotenzial sind drin, manchmal sogar bis zu 30 Prozent. So fanden wir bei einer Stichprobe das Päckchen Aspirin bei www.linden-versandapotheke.de für 2,99 Euro – in der Apotheke um die Ecke hätten wir 4,30 Euro bezahlt. Bei Bestellung ohne Rezept kommen fast überall Lieferkosten von drei bis fünf Euro dazu, wenn für weniger als 30 oder 40 Euro eingekauft wird. Die Stärken ausländischer Onlineapotheken liegen eher im rezeptpflichtigen Bereich.
Die Onlinebestellung lohnt sich vor allem für chronisch Kranke, die viele und teure Medikamente oder Hilfsmittel benötigen. Deutsche Versender rechnen Rezepte direkt mit den Krankenkassen ab, manchmal tun das auch ausländische Anbieter.
Preisrechner: Preise lassen sich unter www.medipreis.de oder www.medizinfuchs.de vergleichen: Per Mausklick gehts zum günstigsten Anbieter.
Homeservice: Eine regionale Auswahl ist unter www.aponet.de zu finden. Über dieses Portal der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sind rund 5 000 Apotheken mit diesem Extra-Service erreichbar. Der Kunde bestellt die Arznei online bei einer Apotheke in der Nähe, ein Bote bringt es bei Ihnen zuhause vorbei.
Sicherheit: Sicher ist der Pillenklick nur bei einer geprüften Apotheke in Deutschland, einem anderen EU-Staat oder zum Beispiel der Schweiz. Das Impressum sollte Adresse und Telefonnummer nennen. Kunden sollten auf eine verschlüsselte Übertragung ihrer Daten achten. Rezepte müssen im Original eingeschickt werden.
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