28.09.2005
Konzept
Alle ausleitenden Verfahren beruhen auf den Überlegungen des altgriechischen Gelehrten Hippokrates (470-377 v. Chr.), dass vier Säfte die Funktionen des Organismus steuern: schwarze Galle, Schleim, Blut und gelbe Galle. Diese als Humorallehre bezeichnete Vorstellung geht davon aus, dass eine ausgeglichene Verteilung und Mischung der Säfte die Bedingung für Gesundheit ist. Störungen in der Mischung und eine Überfülle der Flüssigkeiten verursachen Krankheiten, was mit dem Begriff der Humoralpathologie umschrieben wird. Beim Schröpfen sollen durch den Blutentzug schlechte, giftige Stoffe aus dem Körper entfernt werden. Ein Teil des Konzepts hält eine Beziehung zwischen Hautarealen und inneren Organen für möglich. Es beruht auf der Vermutung, dass wulstig verhärtete Eindellungen an der Haut (Myogelosen) beginnende Krankheiten anzeigen und deren Entwicklung durch Schröpfen aufgehalten werden kann.
Manche Anwender sind der Ansicht, dass Schröpfen auch auf den Druck der Gehirnflüssigkeit Auswirkungen hat. Andere gehen davon aus, dass mit dem Schröpfen energetische Prozesse im Körper beeinflussbar seien, und berufen sich auf die Vorstellungen der traditionellen chinesischen Medizin.
