30.03.2011
Konzept
Allen Arten von Qigong liegt die Vorstellung zugrunde, dass Körperfunktionen nur dann richtig ablaufen, wenn das Qi ungehindert im Körper fließen kann und dass Krankheit durch eine Blockade von Qi bedingt sei. Auch emotionale Unausgeglichenheit führt zu einem Qi-Stau. Dieser soll durch die konzentrierten Bewegungsübungen des Qigong aufgelöst werden.
Bei dieser Technik wirken drei Elemente zusammen: die bewusste Atmung, die Bewegung und die Lenkung der Vorstellungskraft. Je nach Qigong-Schule ist ihr Verhältnis zueinander unterschiedlich. Zusätzlich gibt es auch äußerlich regungslose Versenkungsübungen.
Die verschiedenen Bewegungen lenken unwillkürlich die Atmung. Die meditative Konzentration auf die Vorstellung, das Qi durch die Organe zu leiten, lässt Umweltreize verblassen und fördert innere Entspannung. Für die Qigong-Übungen dienen Vorstellungen aus der Natur als gedankliche Hilfen - viele Übungen tragen den Namen von Tieren und versinnbildlichen deren Bewegungen. Mit den langsamen Bewegungsabläufen sollen aufgewühlte Emotionen beruhigt werden.
Taichi hat den gleichen philosophischen Hintergrund wie Qigong, beruht aber auf Kampftechniken und deren konzentrierter Abfolge. Nach dem Konzept des Taichi sind die gegensätzlichen Pole Yin und Yang, die in dynamischem Zusammenwirken das Qi hervorbringen, nicht ausgeglichen. Das Ziel der Taichi-Bewegungen ist, die in diesen Gebärden sich ausdrückenden gegensätzlichen Pole von Yin und Yang zu harmonisieren und den Fluss der Lebensenergie anzuregen (siehe auch "Traditionelle Chinesische Medizin").
Regelmäßiges Üben ist ein wichtiger Bestandteil beider Methoden.
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