Produktfinder Indexfonds: Indexfonds für das Depot
29.07.2010
Anleger finden Indexfonds in einem separaten Produktfinder. Die Datenbank liefert alle wichtigen Infos für die Auswahl geeigneter Indexfonds: Ein-Jahres-Wertentwicklung, Angaben zur Indexnachbildung sowie die Finanztest-Bewertung für den entsprechenden Index. Derzeit enthält der Produktfinder 307 Indexfonds (Stand: 30.06.2010).
Für bequeme Anleger
Indexfonds erhalten aus mehreren Gründen stärkere Beachtung und sogar einen eigenen Produktfinder. Zum einen sind sie besonders gut geeignet, um verschiedene Depotkonzepte preiswert und einfach umzusetzen. Darüber hinaus sind Indexfonds erste Wahl für bequeme Anleger, die sich nicht intensiv mit ihren Papieren beschäftigen mögen, aber trotzdem die Chancen der Kapitalmärkte nutzen wollen.
Orientierung an einem Index
Bei klassischen Indexfonds orientieren sich Fondsmanager bei der Zusammenstellung der enthaltenen Aktien an einem Index und bilden diesen so gut wie möglich nach. Anders als bei aktiv gemanagten Fonds haben die Fondsmanager keine Möglichkeit, lukrative Aktien beizumischen, die der Index nicht enthält. Daher werden diese Fonds auch als passiv gemanagte Fonds bezeichnet. Anleger erzielen mit Indexfonds in etwa den gleichen Wertzuwachs wie der jeweilige Vergleichsindex. Auf lange Sicht bleibt die Rendite allerdings leicht hinter der des Index zurück. Denn laufende Gebühren und Verwaltungskosten schmälern die Wertentwicklung der Fonds. Wegen des geringeren Managementaufwands sind die Kosten aber deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds. Die meisten Indexfonds werden als börsennotierte Fonds angeboten, so genannte exchange traded funds (ETFs).
Swap-ETFs
So genannte Swap-ETFs bilden eine Besonderheit unter den Indexfonds. Sie eröffnen Fondsgesellschaften eine elegante Möglichkeit, jeden Index nachzubauen, ohne die Indexaktien zu kaufen. Das Prinzip: Fondsgesellschaften nehmen einen beliebigen Aktienkorb und koppeln ihn an ein Tauschgeschäft (swap = tauschen), das sie mit einer Bank oder einem Finanzdienstleister abschließen. Dieser Tauschpartner sorgt dafür, dass die Indexentwicklung stets aktuell nachgezeichnet wird. Der Vorteil für Anleger: Swap-ETFs können die Wertentwicklung des Index einfacher nachbilden. Der Nachteil: Geht der Geschäftspartner pleite, mit dem der Tausch abgeschlossen wurde, ist er wertlos. Das Risiko ist aber begrenzt, da Swap-Geschäfte maximal 10 Prozent des Fondsvermögens ausmachen dürfen.
Indexfonds für nahezu alle Märkte und Branchen
Durch die Swap-ETFs hat sich das Spektrum von Indexfonds enorm erweitert. Es gibt nahezu für alle Märkte und auch Branchen entsprechende Papiere. Deshalb sind Indexfonds besonders gut geeignet, um verschiedenste Depotkonzepte umzusetzen. Anleger können selbst in fallende Aktienkurse investieren. Das ging früher nur über hochriskante Optionen oder Hebelzertifikate.
Indexfonds im Produktfinder
Bei der Auswahl von geeigneten Indexfonds hilft der Produktfinder. Er enthält alle in Deutschland aktiv vertriebenen und steuerlich transparenten Indexfonds, die seit mindestens einem Jahr am Markt sind. Derzeit erfüllen diese Kriterien 307 Indexfonds. Die Indexfonds sind entsprechend ihres Anlageschwerpunkts in Fondsgruppen aufgeteilt. Zu jedem Fonds liefert die Datenbank die Ein-Jahres-Wertentwicklung und nennt den Index, den der Fonds nachbildet. Anleger erfahren außerdem, mit welcher Methode der Index nachgebildet wird. So erkennen Anleger leicht, ob sie es mit einem normalen Indexfonds zu tun haben oder ob es sich um Swap-ETFs handelt. Zusätzlich liefert der Produktfinder zahlreiche Informationen zum jeweils abgebildeten Index selbst: dessen Finanztest-Bewertung, die Wertentwicklung über verschiedene Zeiträume und seine Chance-Risiko-Klasse. Anhand dieser Kennzahlen können sich Anleger bequem Fonds für ihr Depot zusammenstellen.
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