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Investmentfonds: Indexfonds

16.02.2010

Die Nachfrage nach Indexfonds ist enorm gestiegen. Das gilt sowohl für Aktien- als auch für Rentenmärkte. test.de gibt einen Überblick über Indexfonds.

Investmentfonds

Für bequeme Anleger

Indexfonds sind besonders gut geeignet, um verschiedene Depotkonzepte preiswert und einfach umzusetzen. Darüber hinaus sind Indexfonds erste Wahl für bequeme Anleger, die sich nicht intensiv mit ihren Papieren beschäftigen mögen, aber trotzdem die Chancen der Kapitalmärkte nutzen wollen.

Orientierung an einem Index

Bei klassischen Indexfonds orientieren sich Fondsmanager bei der Zusammenstellung der enthaltenen Aktien an einem Index und bilden diesen so gut wie möglich nach. Anders als bei aktiv gemanagten Fonds haben die Fondsmanager keine Möglichkeit, lukrative Aktien beizumischen, die der Index nicht enthält. Daher werden diese Fonds auch als passiv gemanagte Fonds bezeichnet. Anleger erzielen mit Indexfonds in etwa den gleichen Wertzuwachs wie der jeweilige Vergleichsindex. Auf lange Sicht bleibt die Rendite allerdings leicht hinter der des Index zurück. Denn laufende Gebühren und Verwaltungskosten schmälern die Wertentwicklung der Fonds. Trotzdem sind die Kosten deutlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds. Die meisten Indexfonds werden als börsennotierte Fonds angeboten (exchange traded funds).

Swap-ETFs

So genannte Swap-ETFs bilden eine Besonderheit unter den Indexfonds. Sie eröffnen Fondsgesellschaften eine elegante Möglichkeit, jeden Index nachzubauen, ohne die Indexaktien zu kaufen. Das Prinzip: Fondsgesellschaften nehmen einen beliebigen Aktienkorb und koppeln ihn an ein Tauschgeschäft (swap = tauschen), das sie mit einer Bank oder einem Finanzdienstleister abschließen. Dieser Tauschpartner sorgt dafür, dass die Indexentwicklung stets aktuell nachgezeichnet wird. Der Vorteil für Anleger: Swap-ETFs können die Wertentwicklung des Index einfacher nachbilden. Der Nachteil: Geht der Geschäftspartner pleite, mit dem der Tausch abgeschlossen wurde, ist er wertlos. Das Risiko ist aber begrenzt, da Swap-Geschäfte maximal 10 Prozent des Fondsvermögens ausmachen dürfen.

Indexfonds für nahezu alle Märkte und Branchen

Durch die Swap-ETFs hat sich das Spektrum von Indexfonds enorm erweitert. Es gibt nahezu für alle Märkte und auch Branchen entsprechende Papiere. Deshalb sind Indexfonds besonders gut geeignet, um verschiedenste Depotkonzepte umzusetzen. Anleger können selbst in fallende Aktienkurse investieren. Das ging früher nur über hochriskante Optionen oder Hebelzertifikate.

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08.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: