Investmentfonds: Rentenfonds
16.02.2010
Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere. Sie gelten als besonders risikoarme Geldanlage. Die Rendite ist aber meist nicht so attraktiv wie die von Aktienfonds. test.de stellt die wichtigsten Gruppen vor.
Die meisten Rentenfonds kaufen ausschließlich Anleihen guter Schuldner. Manche nehmen sogar nur Staatsanleihen in ihr Depot. Die erstklassige Bonität ist wichtig, da die Anlagerichtlinien in Deutschland eine höhere Konzentration auf einzelne Emittenten zulassen.
Rentenfonds Euro.
Anleihen dieser Fonds lauten ausschließlich in Euro. Ein Währungsrisiko gibt es für deutsche Anleger daher nicht. Der größte Teil eines Euro-Rentenfonds besteht aus Staatsanleihen. Er ist also besonders sicher. Im Depot sind Rentenfonds Euro eine sichere Basisanlage für Anleger, die sicher mittel- bis langfristig Geld anlegen wollen und dabei die Möglichkeit haben, jederzeit während der Laufzeit auszusteigen. Für den Vermögensaufbau mit einem Sparplan eignen sich dagegen renditestärkere Aktienfonds besser.
Rentenfonds Fremdwährungen.
Diese Fonds investieren in Anleihen mit fremden Währungen. Anleger können damit von höheren Zinsen in fremden Ländern profitieren und Währungsgewinne erzielen. Sie gehen aber auch ein größeres Risiko ein. Manche Fonds mischen internationale Anleihen, andere spezialisieren sich beispielsweise auf Dollar, Yen oder britisches Pfund. Hier drohen Wechselkursverluste. Diese Fonds sind spekulativ. Sie eignen sich vor allem als Beimischung fürs Depot.
Rentenfonds Schwellenländer / High Yield.
“High Yield“ heißt übersetzt hohe Erträge. Diese erhalten die Fonds als Entschädigung für die Anleihen, in die sie investieren. Die sind meist von zweifelhaften oder schlechten Schuldnern. Anleger sollten mit High-Yield-Fonds höchstens 10 Prozent ihres breit gestreuten Depots füllen.
Auf Laufzeitstruktur achten
Die Rendite von Rentenfonds ergibt sich aus zwei Komponenten: Den laufenden Zinserträgen der Anleihen und aus ihren Kursverlusten. Die Kurse der Anleihen steigen, wenn die allgemeinen Zinssätze fallen. Wie sensibel ein Rentenfonds auf Zinsschwankungen reagiert, hängt von der Laufzeitstruktur der Anleihen ab, die zum Fondsdepot gehören. Meist mischen Rentenfonds Anleihen unterschiedlicher Laufzeiten. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Anleger vor dem Kauf über die Laufzeitstrategie des Rentenfonds informieren. Generell sollte die Anlagedauer mindestens fünf Jahre betragen. Das Verlustrisiko ist dann relativ gering und die Kosten für den Fondskauf und die laufende Verwaltung machen sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr allzu stark bemerkbar.
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