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Elolly: Kreditvermittler auf Datenfang

Elolly Meldung

finanztest 04/2007

Unter www.elolly.de bietet die Dortmunder „Fiscali Consulting Group“ eine Plattform, auf der private Kreditgeber und Kreditsuchende zusammenfinden sollen. Wer mitmacht, muss damit rechnen, dass seine Daten verkauft werden und er Werbung von Kredithaien bekommt.

Das Kleingedruckte ist eindeutig: Kunden, die sich für 9,50 Euro anmelden, erklären sich mit der Datenweitergabe einverstanden. Ein Widerspruch ist erst nach der Anmeldung möglich. Wer widerspricht, fliegt raus. Die 9,50 Euro behält Elolly.

Fragwürdig ist auch das Angebot von Elolly, seinen Nutzern Vertragsformulare zur Verfügung zu stellen. Sie sollen als Vorlage für die privaten Kreditgeschäfte dienen. Die Vordrucke hat Elolly frech geklaut. Sie stammen von der Universität Bielefeld und einer Stiftung des Justizministeriums Baden-Württemberg. Beide haben Elolly die Nutzung der Formulare nie erlaubt.

Das Angebot von Elolly steht unter Beobachtung der Bundesaufsicht für Finanzdienstleistung. Bislang sieht die Behörde keinen Grund, einzuschreiten. Sollten über die Plattform aber gewerbliche Kredite vermittelt werden, könnte sie gegen Elolly vorgehen.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: