Winterreifen : Sicher durch den Winter
14.10.2011
Sicher unterwegs sind Autofahrer in der kalten Jahreszeit nur mit Winterreifen. Doch längst nicht alle getesteten Reifen erreichen das Qualitätsurteil gut. Als günstiger Kompromiss empfehlen sich Ganzjahresreifen, vor allem für Kleinwagen, die nur wenig fahren. Im Test: insgesamt 30 Winter- sowie 7 Ganzjahresreifen.
Kleinwagen: nur 3 von 14 ausgewogen gut
Die Stiftung Warentest hat 14 Winter- und 7 Ganzjahresreifen in der Größe 175/65 R14 T für Kleinwagen sowie 16 Winterreifen in der Größe 195/65 R15 T für Kompakt- und Mittelklassewagen auf den Prüfstand und auf die winterliche Piste geschickt. In der kleineren Größe – geprüft mit Ford Fiesta – waren nur 3 von 14 Winterreifen ausgewogen gut. Ansonsten prägt viel Mittelmaß das Bild: Etliche Reifen mussten die Tester wegen leichter Schwächen auf nasser Straße abwerten. Andere verpassten ein besseres Gesamturteil, weil sie auf trockener Fahrbahn leichte Schwächen zeigten. Ein ansonsten guter und sehr verschleißfester Kleinwagenreifen war ausgerechnet auf Schnee nur befriedigend. Bei den Testfahrten auf dem Schweizer Nufenenpass fiel in den Kurven seine etwas geringere Seitenführung auf.
Längerer Bremsweg mit dem Falken
Schlusslicht in der Kleinwagengröße ist der Falken Eurowinter HS439, der auf Schnee nur ausreichend fährt und bremst. Die Reifen drehen beim Anfahren schneller durch und die Bremswege sind mit ihm länger als mit den anderen Reifen. Auf Eis sind dagegen die meisten Winterreifen gut. Nur zwei Modelle verpassten das Testurteil Gut hier knapp. Einer hat einen etwas längeren Bremsweg, der andere bricht in Kurven etwas eher aus.
0,3 bis 0,4 Liter Kraftstoff sparen
Bei den Testfahrten zum Kraftstoffverbrauch lagen zwischen dem besten und dem schlechtesten Kleinwagenreifen 0,3 Liter auf 100 km, bei der zweiten Testgröße – die meistverkaufte Winterreifengröße für Kompakt- und Mittelklassewagen – verbraucht der beste sogar 0,4 Liter auf 100 Kilometer weniger als der schlechteste Reifen. Das macht einen Unterschied von etwa 5 Prozent.
Mittelklassewagen: mehr Gute Reifen
Bei den größeren Reifen gab es im Test mehr gute Fabrikate zur Auswahl. Gleich sechs Reifen erreichten das test-Qualitätsurteil Gut. Darunter ist der Reifen mit der besten Verschleißfestigkeit. Er hält doppelt so lange wie der schlechteste Reifen in dieser Disziplin. Ebenfalls unter den guten Reifen ist der mit dem geringsten Kraftstoffverbrauch: 0,4 Liter weniger als der schlechteste Reifen im Test, der Trajal Arctica. Doch der Trajal verbraucht nicht nur viel Sprit: Mit mangelhaften Noten auf nasser und trockener Fahrbahn schneidet er auch im Gesamturteil als einziger nur mangelhaft ab.
Ganzjahresreifen als Kompromiss
Ganzjahresreifen erfüllen durch ihre M+S-Kennzeichnung (für Matsch + Schnee) sowie das Schneeflockensymbol die Anforderungen der neuen Winterreifenverordnung. Sieben Ganzjahresreifen der Kleinwagengröße waren mit im Test. Zwei davon empfehlen sich für Wenigfahrer, die auf dem flachen Lande wohnen, mit ausgewogen befriedigenden Eigenschaften. Auf einen etwas längeren Bremsweg bei trockener Straße muss sich Autofahrer jedoch einstellen. Die anderen Ganzjahresreifen im Test bekamen den Spagat zwischen Winter- und Sommereignung weniger gut hin: Relativ brauchbaren Resultaten auf trockener Fahrbahn stehen bei ihnen Schwächen auf Schnee oder beim Handling und Bremsen auf nasser Straße gegenüber.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Tipps
Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.
Schreiben Sie bitte einen Kommentar
Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen.
Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice


Kommentare (8)
weitere Kommentare anzeigen