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Trekkingräder: Tipps

28.04.2004

Trekkingräder
  • Lenker. Multilenker ermöglichen verschiedene Sitzpositionen. Praktisch, aber nicht jedermanns Sache: Zum Bremsen muss umgegriffen werden. Testen Sie den Lenker bei einer Probefahrt.
  • Rahmen. Achten Sie auf die passende Größe. Faustregel: Schritthöhe mal 0,58. Der Abstand zwischen Sattel und Lenker soll entspanntes Sitzen erlauben. Wählen Sie einen kleineren Rahmen, wenn Sie sich strecken müssen, um den Lenker zu erreichen. Geschlossene Rahmen mit Querstange sind stabiler. Offene Rahmen mit tiefem Einstieg neigen zum Flattern. Vor allem beim Bergabfahren. Wählen Sie einen Rahmen mit Querstange, wenn Sie gerne sportlich fahren. Auch als Frau. Offene Rahmen mit tiefem Einstieg sind aber bequemer: Der Beinschwung beim Auf- und Absteigen entfällt.
  • Bremsen. V-Brakes sind Standard: Diese Felgenbremsen packen fest zu. Bei trockener Fahrbahn mitunter zu fest. Bremsen Sie zunächst vorsichtig und gewöhnen Sie sich an die Charakteristik Ihrer Bremse. Trügerische Sicherheit vermitteln Kraftbegrenzer (Power Modulatoren). Unter normalen Umständen verhindern sie Überbremsen. Die eingebaute Feder schwächt die Bremskraft ab. Am Ende des Federwegs jedoch ist Schluss mit Bremskraftbegrenzung. Wenn Sie noch weiter am Bremshebel ziehen, nimmt die Bremskraft plötzlich sehr viel stärker zu. Gerade bei Gefahrbremsungen drohen unvermutet blockierende Räder und Stürze. Verzichten Sie besser auf Bremskraftbegrenzer.
  • Laufräder. 28-Zoll-Räder laufen besonders spurtreu. Die kleineren 26-Zoll-Räder sind robuster und wendiger. Für längere Touren und Straßenfahrten wählen Sie besser das größere Laufrad. Die getesteten Trekkingbikes sind mit 28-Zoll-Reifen bestückt. Wählen Sie einen Semislick-Reifen: In der Mitte glatt und an den Seiten mit grobem Profil. Das gibt im Gelände sicheren Halt und spart auf der Straße Kraft.
  • Kettenschaltung. Ist Standard: Mit 21 oder 24 Gängen. Vorteil: Genügend Gänge für ebene und bergige Strecken. Nachteil: Aufwändiges Einstellen. Kettenfett und Schmutz lagern sich auf dem Schaltwerk ab. Putzen Sie Schaltwerk, Kette und Zahnkränze mindestens einmal im Jahr. Ein Schutzbügel fürs Schaltwerk schützt den empfindlichen Kettenumwerfer.
  • Nabenschaltung. Ist bequem: Kaum Einstellungen und weniger Pflege. Nur die Kette muss gereinigt werden. Die Schaltung selbst ist in der Nabe eingeschlossen. Nachteil: weniger Gänge. Nur fünf bis acht. Für Bergstrecken und Geländefahrten oft zu wenig. Spezielle Nabenschaltungen haben bis zu 14 Gänge. Nachteil: teuer.
  • Licht. Nabendynamos laufen leicht und sicher. Dazu Halogenleuchten, Doppelverdrahtung und Standlicht: Am besten vorn und hinten. Standlicht, Halogenleuchten und Nabendynamo können Sie auch nachrüsten.
  • Sattel. Wählen Sie einen schmalen Sattel, wenn Sie gerne sportlich fahren. Vor allem auf langen Strecken ist der schmale Sattel angenehmer: Er hat weniger Kontakt zum Schenkel. Breitere Sättel sind aber bequemer. Zumindest auf kurzen Strecken. Wählen Sie einen Gelsattel, wenn Sie gerne gemütlich fahren. Der passt sich besser an.
  • Ständer. Die meisten Fahrräder werden mit Seitenständer verkauft. Ungünstig für schwere Lasten: Das Rad kann kippen. Rüsten Sie Ihr Rad mit einem Mittelständer nach, wenn Sie Kinder mitnehmen oder Gepäck transportieren.
  • Schutzbleche. Sind heute meist aus Kunststoff. Das spart Gewicht. Achten Sie darauf, dass auch das vordere Schutzblech weit genug heruntergezogen ist.
  • Gepäckträger. Achten Sie auf eine stabile Konstruktion. Der Gepäckträger sollte etwa 20 Kilo tragen können.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: