Trekkingräder: Darauf sollten Sie achten
Sattel: Gelsättel sind bequem – aber Achtung: Bei billigen kann die Geleinlage verrutschen. Ein schmaler Sattel ist mehr für den sportlichen Langstreckeneinsatz gedacht. Ansonsten einen etwas breiteren Tourensattel wählen.
Rahmen: Faustregel für die passende Größe: Schritthöhe mal 0,58. Kein zu großer Abstand Sattel–Lenker für kompakte Sitzposition. Ein geschlossener Rahmen ist stabiler und flattert nicht beim Bergabfahren. Dafür sind Rahmen mit tieferem Durchstieg (Damen- oder Unisexmodelle) nicht nur für Frauen bequemer, sondern auch für Ältere.
Lenker: Praktisch sind Multilenker (z. B. Quelle, Prophete etc.) mit winkelverstellbarem Vorbau. Aber auf Probefahrt prüfen – viele Multilenker im Test waren unergonomisch. Griffe müssen sich gut fassen lassen. Nachteil: Bei plötzlichen Bremsmanövern muss oft umgegriffen werden.
Beleuchtung: Stand der Technik sind leichtlaufende und rutschsichere Nabendynamos (nicht bei allen Testrädern), Halogenleuchten, Doppelverdrahtung sowie Standlicht – am besten vorn und hinten.
Radschützer: Besser nicht ohne. Auch vorn tief heruntergezogen und mit Spoiler. Zum Schutz und gegen Schmutz: Kettenkasten mit großer Abdeckung.
Laufräder: 28-Zoll-Laufräder (alle Testmodelle) rollen spurtreu geradeaus. Kleinere 26-Zoll-Räder sind robuster und machen das ganze Fahrrad wendiger. Gut: Semislick – Mitte glatt, an den Seiten Stollenprofil.
Schaltung: Standard sind Kettenschaltungen mit 21 oder 24 Gängen. Gut: Schaltwerkschutzbügel. Nabenschaltungen sind bequem und können kaum verschmutzen, bieten aber oft nicht genug Gänge für bergiges und ländliches Terrain.
Gepäckträger: Sie sollten robust und möglichst bis 20 Kilo tragfähig sein.
Bremsen: Standard sind zupackende V-Brakes. Sie können bei Trockenheit zum Überbremsen neigen. Ein Power Modulator verhindert das. Sieben Räder im Test haben ihn (siehe Trekkingräder Ausstattungstabelle). Im Test waren bei einigen die Nassbremswerte schlecht.
Ständer: Am sichersten sind Mittelständer. Die Seitenständer der Testräder hielten das Rad oft nur unbeladen. Achtung: Seitenständer nicht beim Kindertransport – Kippgefahr beim Abstellen zu groß.
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Testtabelle: Trekkingräder
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