Sie sind hier: Startseite > Tests > Freizeit + Reise > Tests

Reisebuchung im Internet: Klick und weg

Reisebuchung im Internet Test

29.08.2002

Nur ein Prozent des Umsatzes erwirtschaftet die deutsche Tourismusindustrie im Internet. Dabei kann die Onlinebuchung Zeit und Geld sparen. Die Stiftung Warentest hat 13 Online-Anbieter für Pauschal- und Last-Minute-Reisen untersucht. Fazit: Reiseportale sind besser als ihr Ruf.

Reisebuchung im Internet

Last-Minute-Anbieter fliegen vorn

Sieger im Online-Test sind die Last-Minute-Anbieter: ltur.de, buybye.de und lastminute.de. Die Tester der Stiftung Warentest buchten eine Pauschalreise nach Mallorca. Das Buchen funktioniert gut. Bezahlt wird per Rechnung oder Bankeinzug. Ausnahme: lastminute.de. Hier ist eine Kreditkarte Pflicht. In puncto Sicherheit kein Problem: Die persönlichen Daten werden von lastminute.de telefonisch abgefragt. Auch die Infos zur Reise sind ohne Tadel. Besonders gut gemacht ist die Website von ltur. Der Last-Minute-Anbieter informiert über alle wichtigen Flugdaten wie Abflugzeit, Ankunftszeit und Airline. Das ist leider nicht selbstverständlich. Bei vielen Onlineanbietern erfährt der Kunde Flugzeiten und Fluggesellschaft erst nach der Buchung.

Die Veranstalter enttäuschten

Die großen Reiseveranstalter its, Tui und Neckermann enttäuschten im Netz. Ihre Websites sind zu wenig durchdacht: Viele Mausklicks und viele Eingaben verbauen den Weg in die Ferien. Nur geduldige Surfer werden mit Reiseangeboten und Preisangaben belohnt. Dann folgt wieder eine Enttäuschung: Die Reisen sind keinen Cent billiger als im Reisebüro. Dabei spart der Veranstalter die Provision. Die Direktbuchung im Internet könnte etwa 25 Prozent billiger sein, sagen Experten. Aber so viel Preisnachlass geben auch die Last-Minute-Anbieter nicht.

Abspringen wird teuer

Während die Buchung bei vielen Onlineanbietern gut funktioniert, gibts beim Storno schon mal Probleme. Beispiel: neckermann-reisen.de und travelchannel.de. Erst als die Tester mahnten, gab es hier noch Geld zurück. Viele Wochen später. Die Stornokosten sind ohnehin zu hoch. Viele Anbieter kassieren über 50 Prozent des Reisepreises, wenn der Kunde die Reise ein bis zwei Wochen vor Abflug storniert. Reiseexperten empfehlen stattdessen Stornokosten von 45 Prozent. Ab dem 6. Tag vor der Abreise sind 55 Prozent angemessen. Ltur.de und buybye kassieren unverschämt: Bei kurzfristigen Absagen gibt es gar kein Geld zurück. Hohe Stornokosten sind allerdings keine Eigenheit der Onlineanbieter. Bei der Buchung im Reisebüro werden ähnliche Ausfallkosten berechnet.

Keine Buchung in der Nacht

Vorteil der Onlineangebote: Die Reiseplanung funktioniert bequem von zu Haus: 24 Stunden am Tag. Das gilt allerdings nur für die Planung. In der Nacht sind meist keine Buchungen möglich. Grund: zwischen 23 und 6 Uhr werden die Onlinesysteme gewartet und mit neuen Daten befüllt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Tabelle: Ergebnisse kompakt

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (1)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Weitere Angebote

10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: