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Mückenmittel: Tipps

07.05.2010

Mückenmittel
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Keiner der in Repellents verwendeten Wirkstoffe ist vollständig frei von Nebenwirkungen: Reizungen von Augen, Schleimhäuten und seltener auch der Haut sind möglich, ebenso aller­gische Reaktionen. In unseren Breitengraden ist eine dauerhafte Anwendung von Anti-Mückenmitteln deswegen nicht sinnvoll – und auch nicht nötig.

Schutz ohne Mückenmittel

  • Kleidung. Tragen Sie draußen weite, feste und helle Kleidung, die dicht abschließt. Mücken landen gern auf dunkler Kleidung und durchstechen enganliegende Stoffe. Hüte mit Moskitonetz schützen Gesicht und Kopf.
  • Fenstergaze. Feinmaschige Fliegengitter vor dem Fenster halten Mücken wirkungsvoll draußen. Synthetikgaze ist strapazierfähiger als feuchteempfindliche Baumwollnetze. Fenstergaze mit Klettbefestigung können Sie auch mit in den Urlaub nehmen.
  • Moskitonetze. Glockenartig überm Bett angebracht, die Ränder unter die Matratze gestopft, halten Moskitonetze Mücken fern. Hierzulande reicht eine Maschenweite von 2 Millimetern.
  • Brutstätten. Decken Sie Regentonnen mit Fliegen­gaze ab und waschen Sie Vogeltränken alle zehn Tage aus. Mückenweibchen legen ihre Eier in stehenden Gewässern ab.
  • Kinder. Schützen Sie Babys mit Kleidung und Netzen. Auf Babyhaut haben Repellents nichts zu suchen. Sie eignen sich eher für Kinder ab drei Jahren: Anleitung beachten.

Schutz mit Mückenmittel

  • Reisen. Nehmen Sie Repellents von zuhause mit. Oft enthalten Produkte aus anderen Ländern bedenkliche Stoffe in hoher Konzentration.
  • Einreiben. Sprühen Sie das Mittel in die Hand und reiben Sie unbedeck­te Hautstellen vollständig ein. Mü­cken finden jede noch so kleine Lücke. Vermeiden Sie den Kontakt mit Augen und Schleimhäuten. Wer stark schwitzt, sollte öfter nachlegen.
  • Malaria. In Epidemiegebieten sind schützende Kleidung und ein wirksa­mes Repellent Pflicht. Halten Sie sich während der Dämmerung und nachts in geschlossenen Räumen auf. Fenster sollten mit Gaze bespannt sein. Schlafen Sie unter einem Moski­to­netz, Ma­schenweite 1 bis 1,2 Millime­ter. Holen Sie vor Reisen in Malariagebie­te ärztlichen Rat zu Medikamenten ein (Prophylaxe oder „Standby“).

Alternativen meist wirkungslos

  • Biozidverdampfer verbreiten Insektizide im Raum, die Mücken töten. Die strombetriebenen Geräte wirkten im Test 06/2004 „gut“, sind aber nicht unproblematisch. Die Wirkstoffe, meist Pyrethroide wie Allethrin und Transfluthrin, werden über Stunden im Raum verdampft. Sie können Schleimhäute und Augen reizen. In geschlossenen Räumen sollten Sie Biozide nur sehr sparsam und nur bei sehr starker Mückenplage oder in Epidemiegebieten eingesetzen. Schwerflüchtige Pyrethroide wie Permethrin kommen oft als Imprägnierung von Moskitonetzen und Kleidung zum Einsatz, ihre Wirkung soll laut Anbietern mehrere Tage bis Monate anhalten.
  • Gartenfackeln, Teelichter, Armbänder für Jogger, Öllampen oder andere Produkte, die als Wirkstoff äthe­rische Öle verbreiten, zeigten sich im Test 06/2004 allesamt wirkungslos. Auch gesundheitlich sind die Naturstoffverdampfer nicht unbedenklich.
  • Ultraschallgeräte sollen Mücken akustisch vertreiben. Zahlreiche Studien haben die Wirkungslosigkeit solcher Geräte bewiesen. Auch im Test 06/2004 fielen sie durch, ebenso im aktuellen Schnelltest: Mückenschutz von Norma.
  • UV-Licht-Fallen, in denen Insekten per Elektroschock getötet werden, wirken auf Mücken wenig anziehend. Stattdessen sterben viele Nützlinge in den Fallen.
  • Die Einnahme von Vitamin B1 soll menschliche Körperduftstoffe für Mücken unattraktiv machen. Das ist ebenso umwirksam wie Knoblauch essen oder Alkohol trinken.
  • Hausmittel wie Zitronenmelisse, Tomaten- oder Basilikumpflanzen auf der Fensterbank sind zwar schön, vertreiben aber Mücken nicht. Auch Licht auszumachen hilft wenig. Mücken orientieren sich vor allem an Körperdüften und dem Kohlendioxidanstieg durch ausgeatmete Luft.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: