Fahrrad: Rad als Gepäck
28.07.2011
Wer gerne am Urlaubsziel mit eigenem Rad durch die Gegend strampelt, muss es dort hinbekommen. test.de sagt, was beim Radtransport per Auto, Zug und Flugzeug zu beachten ist..
Auf dem Auto
Eigentlich sind Fahrradträger fürs Auto eine feine Sache. Beim Wochenendausflug an den See oder beim Urlaub nach Italien: Das Fahrrad ist immer dabei. Das Problem ist nur die Sicherheit. Im Fahrradträger-Test zeigte sich: Bei extremen Fahrmanövern können die Fahrräder ins Wackeln geraten. Immerhin: Drei Träger für die Anhängerkupplung und ein Dachträger waren „gut“.
Am Auto
Empfehlenswerter für den Fahrradtransport auf dem Auto - gerade bei längeren Reisen - sind Heck- oder Kupplungsträger. Mit der Montage auf der Anhängerkupplung fahren Räder komfortabel und sicher. Sie sind stabil und leicht zu beladen. Außerdem erhöhen sie den Luftwiderstand nicht zu stark. Nachteil: Die Träger sind schwer. Bei einfachen Modellen lässt sich die Heckklappe erst nach Demontage wieder öffenen. Gut, komfortable Träger für die Anhängerkupplung sind teuer. Einfache Heckträger sind günstiger. Sie werden mit Spannbändern und Polsterrollen an der Heckklappe befestigt. Zufriedenstellende Modelle gibts ab 40 Euro. Nachteil der Heckträger: Sie verbeulen manchmal die Heckklappe und zerkratzen hin und wieder den Lack und die Montage braucht etwas Zeit.
Verpackt im Zug
Wer kein Auto hat oder lieber mit dem Zug reist, kann auch sein Fahrrad mitnehmen. Für ganz Bequeme: Mit dem Kurierdienst der Bahn abholen und ans gewünschte Ziel bringen lassen. Das Fahrrad muss bei Abholung transportgerecht verpackt sein. Auf Wunsch bringt die Bahn eine Verpackung für 5,90 Euro mit. Der Zeitraum für die Abholung ist auf vier Stunden begrenzbar. Ein Fahrrad kostet im Inland 25,80 Euro. Der Versand ist auch nach Luxemburg, Österreich, Schweiz sowie nach Südtirol (Italien) möglich. Weitere Infos gibts bei Bahn&Bike.
Nackt im Zug
Fahrräder können auch direkt im Zug mitgenommen werden. Aber nicht in allen Zügen: In ICEs müssen sie draußen bleiben. Ansonsten sind die Preise gesplittet nach Nah- und Fernverkehr. Im Nahverkehr gelten regional unterschiedliche Preise. Mit einigen Ländertickets der Bahn ist die Fahrradmitnahme umsonst. In Fernverkehrszügen (Intercity, Eurocity, Nachtzug, EuroNight, D-Zug und CityNightLine) kostet die Mitnahme pro Rad mit Bahncard 6 und ohne 9 Euro. Bei Fahrten ins Ausland müssen Reisende 10 Euro pro Rad bezahlen. Im Fernverkehr ist zusätzlich eine Stellplatzreservierung nötig. Diese kostet aber nichts. Bei der Bahn gibt es eine Fahrradhotline: 0 180 5/15 14 15 (0,12 Euro pro Minute).
Flugzeug
Auch bei Fernreisen per Flugzeug ist es meist möglich, das Fahrrad mitzunehmen. Reisende Radler können bei vielen Fluggesellschaften außer ihrem Gepäck auch ihr Fahrrad beim Check-in aufgeben. Die zusätzlichen Kosten sind je nach Fluggesellschaft unterschiedlich. Voraussetzung für die Fahrradmitnahme: Das Fahrrad muss möglichst klein und handlich gepackt sein. Das heißt im Einzelnen: Lenker parallel zum Rahmen gestellt, Pedale abgeschraubt oder hochgeklappt, Sitz runtergestellt und die Luft aus den Rädern gelassen. Bei den meisten Fluggesellschaften reicht es aus, schmierige und fettige Stellen zu verpacken. Der Rest kann frei bleiben. Natürlich auf eigene Gefahr. Mehr Sicherheit bieten besondere Koffer oder Kartons für Fahrräder, die bei vielen Fahrradgeschäften zu haben sind.
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Tabelle: Links vom Rad
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