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Fahrrad: Gegen Diebstahl

Fahrrad Special

28.07.2011

Soviel ist sicher: Wenn ein Dieb ein Fahrrad wirklich haben will, dann kriegt er es auch. Kein Schloss ist hundertprozentig sicher. Mit genügend Know-how, Werkzeug und Zeit ist jedes Schloss zu knacken. Die Polizei kann nur wenig helfen. Die Aufklärungsquote liegt bundesweit bei unter 10 Prozent. Bleibt als einziger Ausweg: der Gang zur Versicherung. Doch nicht jede zahlt.

Fahrrad

Rollender Hausrat

Das Fahrrad ist häufig über die Hausratversicherung gegen Diebstahl versichert. Es kommt allerdings auf die Vertragsbedingungen an. Bei älteren Verträgen nach den üblichen Musterbedingungen VHB 74 sind Räder bis 255,65 Euro mitversichert. Bei der erweiterten Haushaltsversicherung aus DDR-Zeiten wird teilweise sogar der volle Wert ersetzt. Schließt der Fahrradbesitzer eine neuere Hausratpolice nach VHB 84 oder VHB 92 ab, dann kostet der Schutz fürs Fahrrad einen Aufpreis. Der liegt für ein 500-Euro-Rad meist zwischen 20 und 50 Euro pro Jahr. Damit ist der aktuelle Neuwert versichert.

Teurer Schutz

Arag und Bike-Assekuranz bieten reine Fahrradversicherungen ohne Hausratpolicen an. Bei Arag wird der Neuwert ersetzt. Nachts darf das Rad draußen stehen. Es muss aber an einen Baum, eine Laterne oder ähnliches angeschlossen sein. Preise pro Jahr: 26 Euro für Räder bis 200 Euro, 37 Euro für Räder bis 300 Euro, 57 Euro für Räder bis 500 Euro und 125 Euro für Räder bis 1 000 Euro. Die Bike-Assekuranz bietet eine Vollkasko gegen Diebstahl an - für Räder mit einem Neupreis ab 500 Euro. Allerdings nur 500 Euro. Darin enthalten ist auch der Klau einzelner Teile, Einbruch, Brand, Blitzschlag, Explosion, Vandalismus, Unfall oder Transportschäden. Preise: 9 Prozent des Radwerts plus 16 Prozent Versicherungsteuer. In der Meldung zur Fahrradversicherung zeigt test.de, wer günstiger davon kommt und welche Zusatzleistungen möglich sind.

Sichere Schlösser

Fahrrad Special

Mit genügend Kondition und Wille gewinnt jeder Fahrraddieb den Kampf gegen das Schloss. Doch Radler können es den Dieben schwer machen: zum Beispiel mit Bügelschlössern. Die sind nach wie vor erste Wahl in puncto Sicherheit, leider auch die teuerste. Der Test zeigt: Billige Schlösser sind meist schnell geknackt. Nicht jedes teure Schloss ist allerdings wirklich sicher. Zu beachten: Ein Schloss mag technisch gut sein. Wird es falsch benutzt, nützt das wenig. Hier die wichtigsten Tipps:

Unverrückbar. Ketten Sie Ihr Fahrrad an einem unverrückbaren und stabilen Gegenstand an. Besonders gut eignen sich Laternenpfähle, Gartenzäune oder Fahrradständer.

Schlinge. Versuchen Sie nicht nur den Rahmen, sondern auch das Vorderrad mit anzuketten. Kabel- oder Bügelschlösser sind meist groß genug, um beides zusammen an einen Pfahl zu binden. Das Hinterrad können Sie mit einem Rahmenschloss sichern.

Kodierung. Lassen Sie den Rahmen ihres Rades kodieren - bei Händlern, Polizei oder Fahrradclub. Kodierte Fahrräder sind für Hehler weniger attraktiv. Der Rahmen kann auch dann noch identifiziert werden, wenn er umgespritzt wurde.

Schadensfall. Heben Sie Ihre Rechnung gut auf. Und: Fotografieren Sie ihr Fahrrad. Das erleichtert die Abrechnung mit der Versicherung.

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: