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Wildpilze: Pilze und Gift

23.09.2010

Ein Kribbeln im Bauch muss keine Vergiftung sein. Viele Speisepilze liegen schwer im Magen. Das gilt vor allem für rohe und kurz gegarte Pilze. Aber: Pilzvergiftungen können tödlich sein. Besser ein falscher Alarm als ein zu später Notruf. Beachten Sie folgende Regeln.

Wildpilze

Vorsicht, giftig !

  • Risiko vermeiden. Essen Sie nur Pilze die sie kennen. Allein mit Büchern lassen sich Pilze nicht sicher bestimmen.
  • Pilze aufbewahren. Auch wenn Sie die Pilze für essbar halten, sollten Sie zur Sicherheit einen frischen Pilz und ein paar Putzreste aufbewahren. Im Notfall können Ärzte schnell erkennen, um welches Pilzgift es geht.
  • Bei Verdacht ins Krankenhaus. Warten Sie nicht auf heftige Symptome. Bei dringendem Verdacht auf Pilzvergiftung sofort den Notarzt rufen oder in die Vergiftungszentrale eines Krankenhauses fahren. Symptome wie Magenkrämpfe, Erbrechen, Durchfall und Schwindel treten oft erst 8 bis 24 Stunden nach der Pilzmahlzeit auf.
  • Magen entleeren. Erbrechen kann bei Vergiftungen helfen. Wenn sich herausstellt, dass Sie einen giftigen Pilz gegessen haben, stecken Sie sofort den Finger in den Hals.
  • Erbrochenes aufbewahren. Auch wenn es unappetitlich klingt: Erbrochenes kann im Zweifelsfall Leben retten. Es hilft den Ärzten, das Pilzgift zu bestimmen und die Vergiftung wirksam zu bekämpfen.
  • Wasser trinken. Trinken Sie viel Wasser, Tee oder Saft. Keine Milch. Milch kann die Aufnahme von Giften beschleunigen. Wasser hilft dem Körper dagegen, das Gift zu verdünnen und auszuscheiden.
  • Keine Hausmittel. Doktern Sie nicht mit Hausmitteln wie Salzwasser, Kohletabletten oder warmer Milch herum. Das kann sogar gefährlich werden. Rufen Sie stattdessen beim Gift-Notruf an und kontaktieren Sie einen Arzt.
  • Ruhe bewahren. Panik macht eine Vergiftung oft noch schlimmer. Bewahren Sie Ruhe, aber handeln Sie schnell.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: