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Smoothies: Obst aus der Flasche

Smoothies Meldung

09.10.2007

Trinken statt Kauen. Wem Äpfel und Karotten zu anstrengend zum Essen sind, der kann sie auch trinken. Als pürierten Mix in so genannten „Smoothies“. Die Anbieter dieser kleinen Fruchtshakes versprechen, mit jedem Fläschchen 50 Prozent des täglichen Obst- und Gemüsebedarfs zu stillen. Aber können Smoothies frische Früchte ersetzen?

Obst zum Trinken

Am Anfang war „Knorr Vie“. Inzwischen haben auch andere Fruchtshakes wie „Schwartau Fruit2day“, „True Fruits Smoothie“ oder „Viva Vital Smoothie“ die Supermarktregale erobert. Die Fläschchen und Becher mit püriertem Gemüse und Früchten erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Vielen Menschen ist es offensichtlich zu mühsam – wie empfohlen – fünfmal am Tag eine Portion Obst und Gemüse zu essen.

Ohne Zuckerzusatz – aber süß

Smoothies sind sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Häufige Zutaten sind Fruchtmark, Saftkonzentrat, Gemüsepüree. Gute Smoothies enthalten keinen Zuckerzusatz. Durch ihren hohen Fruchtzuckergehalt sind sie aber ohnehin süß und kalorienreich. Beispiel: Die 100 Milliliter-Fläschchen von Knorr Vie enthalten je nach Sorte zwischen 65 und 85 Kilokalorien. Das ist deutlich mehr als in der gleichen Menge Cola. Als Durstlöscher taugen die Fruchtshakes also nicht.

Der ganze Apfel ist am besten

Für die Herstellung des Smoothie kommen die Früchte fast immer ohne Schale und Kerne in die Presse. Dabei gehen wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe verloren. Folge: Der Magen wird weniger gefüllt. Der Hunger kehrt schneller zurück als bei echtem Obst und Gemüse. Flüchtige Aromastoffe, auch wichtig für die Gesundheit, entweichen ebenfalls bei der Verarbeitung. Außerdem fällt das Geschmackserlebnis eines knackigen Apfels oder einer reifen Mango weg. Fazit: Natur pur ist beim Obst die bessere Alternative.

test-Kommentar

Ein gut zusammengesetzter Smoothie ist allemal besser als gar kein Obst. Der Drink sollte neben purer Frucht oder Fruchtmark keine weiteren Zutaten und keinen Zuckerzusatz enthalten. Smoothies sind vor allem für Menschen praktisch, die vorübergehend keine feste Nahrung zu sich nehmen dürfen. Als Durstlöscher oder Ersatz für die tägliche Portion Obst reichen Smoothies jedoch nicht. Sie sind zu kalorienreich und können die gesundheitsfördernden Stoffe von echtem Obst nicht ersetzen.

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07.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: