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WLAN-Sets: Leinen los zum Surfspaß

WLAN-Sets Test

test 03/2005

Zu Hause drahtlos im Internet surfen: Mit einem WLAN-Funknetzwerk geht das. Doch die Technik ist nicht leicht zu beherrschen. Folge: Private Netzwerke sind oft unsicher.

WLAN-Sets

Schöne drahtlose Welt: Der Bürorechner im Arbeitsraum, der Spiele-PC im Kinderzimmer, das Notebook auf der Wohnzimmercouch, alle haben Zugang zum Internet. Und das Beste: Lästiges Kabelverlegen erübrigt sich, denn die Verbindung zwischen Rechnern und Netz erfolgt per Funk. Solche lokalen Funknetzwerke (WLANs) werden immer beliebter, besonders bei denjenigen, die einen schnellen DSL-Internetzugang haben. Wir haben diese Technik jetzt erstmals getestet.

Die nötige Hardware

Wer mit mehreren Geräten drahtlos surfen will, braucht einen WLAN-Router. Der ist Funkstation und Vermittlungsknoten für die verbundenen Computer. Die Geräte im Test verfügen gleichzeitig noch über ein DSL-Modem – alles vereint in einem unscheinbaren Kasten. Der kommt an den DSL-Anschluss und wählt sich darüber ins Internet ein. Per Funk versorgt er seine Umgebung mit Daten aus dem Netz. Damit die PCs auf diese Funksignale zugreifen können, braucht jeder von ihnen wiederum einen Funknetzadapter. Router und PC mit WLAN-Adapter bilden ein kleines Funknetzwerk, in das sich weitere Rechner einbuchen können. Wir haben neun Sets aus je einem WLAN-Router und einem WLAN-Adapter für die USB-Schnittstelle getestet. Außerdem ist ein einzelner Router der Firma AVM im Test, die selbst keine USB-Adapter anbietet.

Tipp: Wer ein Centrino-Notebook oder ein neues iBook mit einem WLAN-Router verbinden will, braucht keinen zusätzlichen Adapter. Diese Geräte sind bereits mit der nötigen Funktechnik ausgerüstet.

Die Sicherheitsrisiken

Vor dem Surfvergnügen steht eine Menge Arbeit: Besonders die Konfiguration des Routers ist kompliziert. Einige Anbieter machen die ersten Schritte leichter, indem sie ihre Geräte in einem „narrensicheren“, aber angreifbaren Zustand ausliefern. Auf wichtige Sicherheitseinstellungen gibt es dann oft nur einen versteckten Hinweis irgendwo im Handbuch. Das ist gefährlich: Überall stehen private WLANs sperrangelweit offen, deren arglose Besitzer bei der Installation nicht auf Gefahren und Schutzmaßnahmen aufmerksam gemacht wurden. Jedermann mit einem Laptop und einem WLAN-Adapter kann mit wenig Aufwand in so ein ungesichertes Netz eindringen, auf den angeschlossenen PCs herumstöbern oder den Internet­zu­gang des Funknetzbesitzers für seine eigenen – auch kriminellen – Zwecke missbrauchen.

Unbedingt verschlüsseln!

Darum ist es notwendig, ein Funknetz gegen Eindringlinge abzusichern. Wichtigster Schritt hierfür ist die Verschlüsselung der Funkverbindung. Das ermöglichen alle Router im Test, doch nur das Gerät von AVM wird schon mit aktivierter Verschlüsselung ausgeliefert. Siemens mobile, T-Com und ZyXEL machen ihre Käufer bei der Installation immerhin darauf aufmerksam. Die übrigen Anbieter lassen ihre Kunden dagegen weitgehend allein.

Für die WLAN-Verschlüsselung gibt es zurzeit zwei Standards: WEP, der ältere, gilt als komplizierter und weniger sicher als das neuere WPA-Verfahren. Ärgerlich: Die Geräte von Linksys und Sitecom beherrschten WPA erst, nachdem wir uns im Internet die neueste Firmware-Version besorgt und auf die Geräte überspielt hatten.

Tipp: Beim Verschlüsseln WPA benutzen, das ist einfacher und sicherer als WEP.

Noch mehr Schutzmaßnahmen

Zusätzliche Sicherheit gibt der so genannte MAC-Filter, über den alle Router im Test verfügen. Ist er aktiviert, können sich nur diejenigen WLAN-Adapter in das Funknetz einbuchen, deren einzigartige Geräteadresse (MAC-Adresse) dem Router vorher mitgeteilt wurde. Wer nicht auf der MAC-Liste steht, kommt auch nicht ins Netz. Außerdem ist es empfehlenswert, das eigene Funknetz für Außenstehende „unsichtbar“ zu machen, indem man die Übertragung des Netzwerknamens (SSID) abschaltet. Den muss ein PC nämlich kennen, um sich mit dem WLAN verbinden zu können. Wird der Name nicht ständig mitgesendet, kommen nur Eingeweihte ins Netz.

Tipp: Deaktivieren Sie die Übertragung des Netzwerknamens erst, nachdem alle beteiligten Rechner für das WLAN eingerichtet sind. Das macht die ersten Einstellungen einfacher.

WLAN in Aktion

Wenn dann endlich alle Software-Einstellungen erledigt sind, kann man sich mit Notebook und Funknetzadapter auf den Weg machen und die Grenzen des neuen drahtlosen Surfreviers abschreiten. Im Freien haben wir im Test Reichweiten von 150 bis über 300 Meter gemessen. In Gebäuden geht sie aber schnell auf ein Zehntel herunter. Dicke Wände und Geschossdecken schränken Reichweite und Datenraten besonders stark ein.

Um das Beste aus der Sendeleistung herauszuholen, kommt es neben der Qualität der verwendeten Geräte auch auf die Ausrichtung der Antenne an. Beim WLAN-Adapter am Rechner lässt sie sich besonders gut ausrichten, wenn sie außen am Gehäuse angebracht ist.

Tipp: WLAN-Adapter in der kompakten Stecker(Stick)-Bauweise ohne externe Antenne lassen sich besser im Raum platzieren, wenn man sie über ein kurzes USB-Kabel mit dem Rechner verbindet. Einige Hersteller legen ihren Funknetz-Adaptern dafür ein passendes Kabel oder sogar einen passenden Ständer bei.

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Turbo-WLAN und Bluetooth

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: