Notebooks: Keins kann alles
Starker Akku, starke Rechenleistung, starkes Bild oder stark für Spiele? Wer sein Notebook gezielt auswählt, findet auch in der Einsteigerklasse ab 1 000 Euro das Richtige.
Der Trend ist deutlich: In großen Elektronikmärkten werden Notebooks gleich reihenweise präsentiert, während herkömmliche PCs mehr oder weniger versteckt in der Ecke stehen. Mobilität ist gefragt: Surfen auf dem Sofa. Arbeiten auf der Bahnfahrt. E-Mails auf der Ferieninsel. Mit Notebooks geht alles – und schick sind die Flundern obendrein.
Wir haben 15 Geräte der Einsteigerklasse von 1 000 bis 1 500 Euro getestet, teils mit normalem, teils mit Breitbilddisplay. Gerade in diesem Preissegment bestehen große Unterschiede in puncto Leistung und Ausstattung – jedes Gerät hat Stärken und Schwächen. Nur wer sich vor dem Kauf klarmacht, wofür er sein Notebook einsetzen will, kann gezielt auswählen – und einen teuren Fehlkauf vermeiden.
Mehr für unterwegs oder zu Hause?
Wer häufig unterwegs arbeiten will, sollte auf lange Akkulaufzeiten achten (siehe „Die Dauerläufer“). Viele Geräte im Test enttäuschen hier. Selbst Notebooks mit einem speziell für den Mobileinsatz entwickelten Stromsparprozessor wie dem Intel-Centrino halten mitunter kaum zwei Stunden intensive Nutzung ohne Steckdose durch. Sony ist hier sogar „mangelhaft“: Sein Pentium-4-Prozessor – eigentlich für Schreibtisch-PCs gedacht – saugt den Akku schon nach etwas mehr als einer Stunde leer. Damit lässt sich kein DVD-Video zu Ende ansehen.
Soll ein Notebook dagegen vor allem den Schreibtisch-PC ersetzen, kommt es weniger auf den Akku an. Hier sind andere Qualitäten gefragt (siehe „Die Stubenhocker“). Zum Beispiel Rechenleistung: Zwar bieten im Vergleich Desktop-PCs für weniger Geld deutlich mehr Leistung (siehe test 10/04), aber fast alle getesteten Notebooks sind stark genug, um auch mit Multimediasoftware gut zu arbeiten. Rechenkönig ist das Gerät von Dell, allerdings nervt der laute Lüfter. Ebenfalls kräftig, aber etwas leiser arbeitet der Breitbild-Fujitsu-Siemens, der zudem durch hervorragende Bildqualität besticht. Auch Spielefans werden an ihm Freude haben, denn der schnelle Grafikchip erlaubt selbst aufwendige 3D-Spiele, was im Test die Ausnahme war: Die meisten fielen in diesem Prüfpunkt durch (siehe „Die Spielfreudigen“). DVDs laufen aber immer, wenngleich die Tonqualität wenig Spaß bringt.
Spielen, schreiben, Videos schneiden?
Wer mit dem Notebook viel Schreibarbeit erledigen will, sollte im Laden die Tastatur ausprobieren: Sind die Tasten gut zu bedienen? Ist genug Platz für die Handballen? Auch ein kontrastreiches Bild ist gerade bei der Textverarbeitung wichtig.
Anders als PCs lassen sich Notebooks nicht einfach aufrüsten. Daher kommt es auf die Ausstattung an: Parallele und serielle Schnittstellen sind selten, Disketten kann keins mehr lesen. Alle können CDs brennen, viele auch DVDs. Ein Modem ist immer an Bord, kabelloses Internet (W-LAN) fehlt mitunter. Wer oft große Datenmengen übertragen will (Digicam), sollte auf die Firewire-Schnittstelle Wert legen. Und für Videoschnitt oder andere rechenintensive Anwendungen sollten es schon 512 Megabyte Arbeitsspeicher und eine möglichst große Festplatte sein.
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