Internetprovider: Tipps
05.05.2006
- DSL. Steht für Digital Subscriber Line. Auf deutsch etwa: Digitale Teilnehmeranschlussleitung. Die Technik nutzt den normalen Telefondraht fürs Internet und überträgt Daten unabhängig vom Telefonsignal. Im Klartext: Sie können gleichzeitig telefonieren und surfen. Dafür reicht ein analoger Telefonanschluss. Mit einem ISDN-Anschluss und DSL können Sie surfen und gleichzeitig auf zwei getrennten Leitungen telefonieren.
- Verfügbarkeit prüfen. Voraussetzung für DSL ist ein DSL-tauglicher Festnetzanschluss. Prüfen Sie, ob Ihr Anschluss für DSL geeignet ist. Geben Sie Ihre Vorwahl und Rufnummer auf der Webseite des gewünschten DSL-Anbieters ein. Der Verfügbarkeitscheck zeigt, ob Sie bereits DSL nutzen können.
- Flatrate. Übersetzt sinngemäß Pauschaltarif. Sie zahlen den Monatspreis und können unbegrenzt surfen. Flatrates sind bei DSL heute Standard. Außerdem gibt es noch Zeit- und Volumentarife. Zeittarife werden nach Surfzeit berechnet, Volumentarife nach Datenmenge. Für Einwahlverbindungen ins Internet (analog oder ISDN) gilt meist ein Zeittarif.
- Tempo, Tempo. DSL überträgt Daten derzeit mit bis zu 20 Megabit pro Sekunde. Gängig sind heute 2 048 oder 6 016 Kilobit pro Sekunde - je nach Tarif. Zum Vergleich: ISDN liefert gerade mal 64 Kilobit pro Sekunde. In Zukunft wird es sogar noch schnellere DSL-Zugänge geben. Ihr Name: VDSL mit Datenraten bis 52 Megabit pro Sekunde. Diese Technik ermöglicht Fernsehen und Video übers Internet.
- Schnell und günstig. Wählen Sie einen DSL 2000-Anschluss, wenn Sie vor allem surfen. Das ist heute praktisch Standard. Schnell und günstig. Wer große Dateien – etwa Programme und Videos – aus dem Netz zieht, ist mit einem DSL 6000 Anschluss noch besser bedient.
- Aktionspreise. Achten Sie auf Aktionspreise und regionale City-Flatrates: Diese Angebote sind oft günstiger. Rechnen Sie aber mit allen Komponenten: Flatrate, DSL und Telefon. Nutzen Sie die Preisübersichten im Internet (siehe Kasten, links).
- Drei Komponenten. Der Preis für DSL setzt sich aus drei Teilen zusammen: Sie zahlen für Flatrate, DSL-Anschluss und Telefonanschluss. Beispiel: Flatrate für 4,99 Euro, DSL-2000-Anschluss für 19,99 Euro und Telefonanschluss T-Com ISDN für 23,95 Euro. Macht 48,93 Euro pro Monat.
- Bereitstellung. Die meisten Anbieter stellen den DSL-Anschluss derzeit kostenlos bereit. Aber nicht immer. Vor allem bei Sonderangeboten gibt es noch den Posten Bereitstellungspreis: einmalig 20 bis 30 Euro - mitunter auch mehr. Achten Sie darauf. Aktuelles Beispiel: Die 0,- Euro Flatrate von GMX. Die Bereitstellung kostet hier 29,95 Euro.
- Modem oder Router. Zum Surfen brauchen Sie ein DSL-Modem oder einen Router. Über den Router können gleich mehrere Rechner online gehen. Bei den meisten DSL-Anbietern gibt es diese Geräte kostenlos dazu. Andere liefern nur ein Leihgerät. Beispiel: Alice (Hansenet). Die Versandkosten betragen meist 9,90 Euro. Achtung: Bei einigen Aktionstarifen müssen Sie den Router extra bezahlen. Ziehen Sie die Kosten von Ihrer Ersparnis ab. Erst dann können Sie beurteilen, ob der Aktionstarif günstig ist.
- W-LAN. Wireless Local Area Network, auf deutsch: Drahtloses lokales Netzwerk. Ermöglicht das Surfen ohne Kabelverbindung zum Router. Auch für mehrere Rechner. Alles was Sie brauchen ist ein W-LAN-Router und eine W-LAN-Karte im Rechner. Viele Rechner sind heute bereits ab Werk auf W-LAN-Übertragung vorbereitet.
- Aufschläge. Sie bekommen Ihre Telefonrechnung mit der Post? Das berechnen einige DSL-Anbieter bereits als Sonderleistung. Beispiel: Versatel. Die Rechnung auf Papier kostet hier pro Monat drei Euro extra. Kalkulieren Sie diese Zuschläge mit ein.
- Leistung vergleichen. Mailbox, Weblaufwerk zum Speichern von Daten im Netz, eigene Homepage, Anti-Viren-Software und Kinderschutz: Überlegen Sie, welche Komfortleistungen Sie brauchen. Einige Anbieter verkaufen nur den DSL-Zugang ohne Schnörkel. Beispiel: congster, GMX, Lycos, 3U, debitel, Alice, Tele2 und Versatel. Dafür sind sie besonders preisgünstig.
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