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Tarife: So bekommen Sie die Kosten in den Griff

test 10/2002

Internetprovider

In der Werbung heißt es zum Beispiel so: „Nur 1,3 Cent pro Minute“. Das sagt aber meist noch gar nichts. Denn ob ein Internettarif günstig ist oder nicht, zeigt sich erst, wenn Einrichtungs- und monatliche Grundgebühren, Einwahlkosten und Mindestumsätze berücksichtigt werden.

Nutzertyp bestimmen

Um die wirklichen Kosten vergleichen zu können, haben wir deshalb vier Modelle gebildet: vom Minimalsurfer mit 5 Onlinestunden im Monat über Wenig- (10 Stunden) und Normal- (25 Stunden) bis zum Vielsurfer, der monatlich etwa 50 Stunden online ist. Insgesamt wurden bei den 19 getesteten Providern 76 Tarife erfasst und für jedes Modell die exakt anfallenden Kosten pro Monat berechnet. In der Tabelle sind die günstigsten Tarife für jeden Surftyp angegeben.

Welcher Tarif im Einzelfall der richtige ist, hängt vor allem von der Art des Zugangs und von der Nutzungsintensität ab. Wer das Internet nur wenig nutzt und über einen Schmalbandanschluss (analoges Modem oder ISDN) verfügt, geht am besten mit Internet-by-Call ins Netz. Einfach einwählen und surfen. Da es hier keine vertragliche Bindung gibt, kann jedes Mal der gerade günstigste Provider gewählt werden, genau so wie beim Telefonieren. Abgerechnet wird nach Onlinezeit, bezahlt über die Telefonrechnung.

Wer häufiger ins Netz geht, will sich meist länger an einen Provider binden, denn das ist oft billiger und bietet mehr Service.

Kosten halbieren

Wie die Tabelle zeigt, können die Kosten je nach Anbieter um das Zwei- bis Dreifache schwanken. So surfen Normalnutzer beispielsweise bei T-Online (Tarif Surftime 30) schon für 14,80 Euro im Monat. Wer sich für Debitel Midray entscheidet, muss für die gleiche Zeit im günstigsten Tarif (Start.net) dagegen 36,60 Euro hinblättern. Ein Vergleich macht sich also durchaus bezahlt.

Für Internet-by-Call-Nutzer bieten sich Wählprogramme an, die den günstigsten Anbieter herauspicken, zum Beispiel der Smartsurfer von Web.de (http://smartsurfer.web.de).

DSL besorgen

Nutzer von Telefontarifen wie XXL von der Telekom oder ISDN 740/760 von Arcor können an Sonntagen kostenlos telefonieren und - über eine Ortseinwahl - surfen. Infos unter www.teltarif.de. Vielnutzer sollten sich um einen DSL-Anschluss bemühen. Denn damit surfen sie nicht nur schneller, sondern oft auch günstiger. Bequem sind Pauschaltarife, Flatrates genannt. Für einen festen Betrag kann man so oft ins Internet, wie man will.

Für ausgesprochene Vielnutzer sind Flatrates also die richtige Lösung. Wer nicht dauernd im Netz ist, kommt mit anderen Tarifen aber günstiger weg. Beispielsweise mit DSL 100 von 1&1. Für 14,90 Euro bekommt der Surfer hier 100 Onlinestunden im Monat. Das sind immerhin drei Stunden Internet pro Tag.

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: