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Selbst nachfüllen: Volle Pulle

Druckertinte Test
Sparen mit dem Spritzenset: Verlangt viel Gefühl beim Befüllen.

test 06/2006

Neben den Originalpatronen und der Tinte von Fremdanbietern gibt es noch andere Alternativen.

Druckertinte

Sehr beliebt: Patronen selber mit Spritze und Tinte aus der Vorratsflasche aufzufüllen. Das ist billig. Doch test rät ab: Ist zum Beispiel die wieder­befüllte Patro­ne nicht richtig dicht, kann Tinte in den Drucker laufen und gelangt womöglich an die elektrischen Kontakte der Patronen­halterung. Verschmutzen diese dann oder korrodieren gar, fallen Druckdüsen aus, das Druckbild wird unsauber.

Zweiter Nachteil: Tinte ist in der Flasche oft nur etwa 18 Monate haltbar. So ist das Verfallsdatum meist erreicht, bevor die Tinte verbraucht ist. Und der Sparef­fekt löst sich in Luft auf.

Wer diese Nachteile angesichts des großen Sparpotenzials in Kauf nimmt, sollte auf jeden Fall ein paar Punkte beachten:

  • Füllen Sie die Patrone umgehend auf, sonst verkleben die Düsen.
  • Rechnen Sie mit Spritzern und Flecken auf Händen, Unterlage und Kleidung. Füllen Sie die Tinte langsam ein.
  • Lassen Sie sie nicht überlaufen.

Verschließen Sie die Patrone sorgfältig.

Dass das gut gehen kann, beweisen Briefe von Lesern, die schon länger erfolgreich selbst befüllen.

Nachfüllservice im Geschäft

Druckertinte Test
Wiederbefüllen der Patronen im Geschäft: Besser mit Probedruck.

Ebenfalls beliebt ist der Nachfüllservice im Geschäft. Vor einiger Zeit haben wir das ausprobiert (siehe test 7/04: Druckertinte Nachfüllservice) und Patronen von Canon, Epson und Hewlett Packard befüllen lassen. Die Druckqualität im Test schwankte stark von „vergleichbar“ bis „deutlich schlechter als das Original“. Damals schnitt nur ein Anbieter ohne negativen Ausreißer ab. Wir empfehlen deshalb Nachfüllgeschäfte, die einen Probedruck machen, auch wenn sie etwas teurer sind. In unserem Test war das nur bei „Cartridge World“ möglich.

Die Ergebnisse für Canon und Epson waren eindeutig. Das Nachfüllen im Geschäft ist nicht billi­ger als ein Patronenset vom Fremdanbieter, die Qualität blieb aber oft auf der Strecke. Mit dem Nachfüllen von Hewlett-Packard-Patronen kann hingegen etwas mehr gespart werden als mit Patronensets (im Schnitt 70 Prozent statt 50 bis 60). Bei vorsichtigem Gebrauch können Patronen von HP etwa sechs- bis neunmal befüllt werden. Doch eine einzige verstopfte Düse genügt, um den Druckkopf unbrauchbar zu machen. Wir trafen nicht immer auf akribische, perfekt ausgerüstete Spezialisten, die die Druckköpfe genau untersuchten und verstopfte Düsen ohne Aufpreis wieder freisaugten. Und je nach Mitarbeiter und Kette unterschied sich die Menge der eingefüllten Tinte deutlich. Der Kunde zahlt aller­dings stets den gleichen Preis – ob die Patronen nun voll oder aber fast leer sind.

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Testtabelle: Druckerpatronen

15.03.2010 © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. nach oben