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Handy im Ausland: So können Sie sparen

Datenbank Roamingpreise Test

28.06.2011

Telefonieren im Urlaub wird billiger. Ab 1. Juli gilt der neue EU-Tarif für Handygespräche im Ausland. Deutsche Anbieter kontern mit eigenen Tarifen. Die sind oft teurer. test.de gibt Tipps und sagt, worauf Sie im Urlaub achten sollten. Die test.de-Datenbank zeigt die Roamingpreise für 80 Anbieter.

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41 Cent pro Minute

Gute Nach­richt zum Ferien­beginn: Handy­gespräche im Ausland werden etwas billiger. Zumindest in Europa. Ab 1. Juli gilt der neue EU-Tarif. Die EU deckelt die Kosten und legt drei Preis­grenzen fest: Für Anrufe mit dem Handy, für einge­hende Anrufe und für SMS. Ein Anruf mit dem Handy kostet ab 1. Juli 2011 maximal 41 Cent pro Minute. Für einge­hende Gespräche zahlt der Handy­kunde höchs­tens 13 Cent pro Minute. Jede SMS die er verschickt kostet ebenfalls maximal 13 Cent. Alle Preise gerundet, inklusive Mehr­wert­steuer.
Tabelle: Eurotarif für Roaming

60 Euro im Monat

Bis zum 30. Juni 2011 galt der alte, teurere EU-Tarif: 46 Cent für Anrufe, 18 Cent für einge­hende Gespräche. Nur der Preis für eine SMS bleibt unver­ändert: 13 Cent pro SMS. Preis­grenzen für Foton­achrichten (MMS) gibt es noch nicht. Auch der Preis für Internet­verbindungen ist bisher nicht reguliert. Die Anbieter können den Endpreis für ihre Kunden frei gestalten. Die EU schreibt nur ein Limit für die Rechnung vor: Hat der Kunde keine andere Vereinbarung getroffen, darf der Mobil­funkanbieter höchs­tens 60 Euro im Monat für Daten­verbindungen kassieren.
Lesen Sie mehr: Kostenfalle Internet

EU-Tarif gilt nicht für alle

Der EU-Tarif soll Handy­kunden vor Horrorrechnungen schützen, wenn sie im Ausland surfen oder telefonieren. Doch er gilt nicht für alle Kunden. Die deutschen Netz­betreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und o2 bieten zusätzlich eigene Tarife, die sie verstärkt bewerben. o2 stellte seine Vertrags­kunden sogar auto­matisch auf die hausgemachte Reise-Option "My Europe Top" um. Auch T-Mobile lässt alle Kunden, die nichts anderes anfordern, auto­matisch in der Auslands­option Smart Traveller telefonieren. Wenigtelefonierer zahlen bei diesen Tarifen drauf. Dazu gleich mehr. Wer sparen will, muss vor der Reise klären, welcher Tarif für das eigenen Handy gilt: Der EU-Tarif oder die Auslands­option des deutschen Anbieters.

Hotline hilft weiter

Die Frage ist nicht einfach zu klären: Der EU-Tarif heißt bei den Anbietern nämlich nicht EU-Tarif. Die Netz­betreiber geben ihm eigene Namen: T-Mobile Welt­weit, Vodafone World, E-Plus Base Interna­tional und o2 Welt­zonen.
Tipp: Rufen Sie die Hotline Ihres Mobil­funk­betreibers an und fragen Sie nach dem EU-Tarif für Ihr Handy.

Hotlines Fußnote Für Kunden
mit Vertrag
Für Kunden
mit Guthabenkarte
Telekom T-Mobile Kurz­wahl 22 02 Kurz­wahl 22 02
Vodafone +49 172 / 12 220 +49 172 / 12 220
E-Plus Base +49 163 / 11 40 +49 177 / 11 47
o2 +49 179 / 55 22 2 +49 179 / 55 28 2
  • Fußnote 1 Die folgenden Hotlines informieren über die Roaming­preise zu Ihrem Handy.

Options­tarife für Vieltelefonierer

Der EU-Tarif lohnt sich für Wenigtelefonierer und für kurze Gespräche (bis etwa 7 Minuten Dauer). Vorteil: Die Preise sind einfach und klar. Der Kunde zahlt pro Minute. Bei sekundengenauer Abrechnung. Nur die ersten 30 Sekunden zählen pauschal. Die Auslands-Optionen der deutschen Anbieter sind meist teurer. Der Kunde zahlt hier für jedes Gespräch einmalig 75 Cent (Verbindungs­gebühr). Jede Minute kostet dann 29 bis 30 Cent. Der Minuten­preis ist damit etwas billiger als im EU-Tarif, doch die Verbindungs­gebühr treibt den Preis insgesamt nach oben. Außerdem berechnen die Anbieter jede angebrochene Minute. Die Auslands­optionen der deutschen Anbieter lohnen sich deshalb nur für Vieltelefonierer, die viel und lange telefonieren. Die Options­tarife der Netz­betreiber heißen: T-Mobile Smart Traveller, Vodafone Reise­verprechen, E-Plus Base Reise­vorteil Plus und o2 Reise-Option My Europe Top.

Darauf sollten Sie achten

Wer im Urlaub mobil telefonieren und surfen will, sollte ein paar Grund­dinge beachten. Die folgenden Tipps beugen Ärger vor. Sie schützen vor Horrorrechnungen und Frust.
Handy im Ausland: Checkliste für den Urlaub
Surfen im Ausland: Immer noch teuer
Kostenfalle Mailbox: Im Urlaub abschalten
Kostenfalle Partnerhandy: Umweg über Deutschland
Kostenfalle Internet: Eine Mail sprengt das Limit
Kostenfalle Funknetz: Vorsicht bei Vodafone
Tipps: So sparen Sie im Urlaub
Alternativen: Billiger Surfen und Telefonieren

Das kosten die Gespräche

Der EU-Tarif gilt für Hand­ytelefonate inner­halb der EU.
Tabelle: Der neue EU-Tarif seit 1. Juli 2011

Daten­bank zeigt Roaming­preise

Was kosten die Gespräche außer­halb der EU? test.de hat die Roaming­preise für sechs Länder recherchiert: Kroatien, Russ­land, Schweiz, Tunesien, Türkei und die USA. Die Daten­bank zeigt die Preise für abge­hende und einge­hende Gespräche, SMS, MMS und Daten­verbindungen. Wählen Sie Ihren Anbieter, ihren Tarif­typ (Prepaid oder Lauf­zeit) und das Land, in dem Sie telefonieren möchten. Oder wählen Sie nur das Land und vergleichen Sie, welcher deutsche Mobil­funkanbieter die güns­tigsten Roaming-Preise hat. Die Daten­bank enthält Roaming­preise für 80 Anbieter aus Deutsch­land. Insgesamt  Tarife.
Daten­bank: Roamingpreise

Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Tabelle: Eurotarif für Roaming

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: