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Smartphone Nokia Lumia 800: Mit Kacheln zum Comeback

26.01.2012

Nokia und Microsoft gehören auf dem Smartphone-Markt nicht gerade zu den Gewinnern der letzten Jahre. Beide Firmen haben die rasante Entwicklung etwas verschlafen. Mit dem Lumia 800 und Windows Phone 7.5 erhoffen sich die beiden Riesen ein Comeback. Ob das gelingt, zeigt der Schnelltest.

Smartphone Nokia Lumia 800

Kacheln und „Hubs“

Mit dem Lumia 800 zielt Nokia ganz klar auf die Käufer von Edel-Smartphones. Mit einem Kaufpreis von 500 Euro sind zwar noch nicht ganz die Preisdimensionen des iPhones erreicht, preisgünstig ist das Smartphone allerdings auch nicht. Erstmals haben die Finnen bei einem ihrer Handys auf Microsofts Windows Phone 7.5 gesetzt. Auffällig ist zunächst die ungewöhnliche Oberfläche des neuen Systems. Sie besteht aus Kacheln, die sich ständig aktualisieren. Die Menüführung bietet dadurch eine einfache Struktur, das Lumia 800 lässt sich gut bedienen. Wer mit einem Kontakt über mehrere Kanäle kommuniziert, freut sich über die so genannten „Hubs“. Die bündeln mehrere Anwendungen übersichtlich. Im Falle des Kontakthubs heißt das: Alle Nachrichten eines Kontakts werden chronologisch angezeigt, unabhängig, ob sie via Twitter, Facebook, per SMS oder als E-Mail angekommen sind. Nutzer von Googles Betriebssystem Android oder von Apples iOS dürften Windows Phone allerdings eher gewöhnungsbedürftig finden. Zudem müssten sie die gewohnten Apps neu kaufen. Was die Anzahl von Apps angeht, kann Windows Phone ohnehin noch nicht mithalten.

Kostenloses Navi, Musik nur mit Zune

Wie bei vielen Nokia Handys gibt es auch beim Lumia 800 eine vollständige Navigationssoftware, die ohne Datenverbindung funktioniert. Das ist ein echter Pluspunkt: Nutzer können so auch im Ausland ohne Extrakosten navigieren. Wer Musik oder Videos auf das Lumia 800 bringen möchte, kommt ohne einen Zugang zu Microsofts Dienst Zune allerdings nicht weiter.

Nichts für dicke Finger

Das Display hat eine Auflösung von 480 x 800 Pixeln. Das ist an und für sich mehr als ausreichend. Allerdings werden einige Bedienelemente und Beschriftungen etwas klein dargestellt. Das könnte Nutzer mit schlechten Augen oder dicken Fingern, bei der Bedienung oder beim Lesen, vor Probleme stellen. Insgesamt ist das Handy aber sehr handlich. Bei der Akkulaufzeit schwächelt das Lumia 800 leider deutlich. Sogar im Standby-Modus geht dem Handy vergleichsweise schnell der Saft aus. Zudem lässt sich der Akku nicht auswechseln. Das ist aber leider ein Trend, der sich bei immer mehr Geräten zeigt.

Speicher nicht erweiterbar

Das Lumia 800 hat einen internen 16 Gigabyte Flashspeicher. Der ist, wie bei Windows Phone-Smartphones üblich, nicht erweiterbar. Wer neben der vorinstallierten Kartensoftware noch Musik oder Videos auf das Smartphone packt, dürfte den Speicher schnell ausgereizt haben. Auch die 8 Megapixel-Kamera weiß nicht wirklich zu überzeugen. Die Bildqualität ist Durchschnitt, die Videoqualität hingegen ordentlich. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten lässt sich das Lumia 800 nicht als Internetmodem für andere Geräte, zum Beispiel das Notebook nutzen.

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23.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: