Studienbeginn: Weitere wichtige Versicherungen
25.09.2009
Versicherungen sehen viele Studenten nicht als ihre Sache an und hoffen, dass die Eltern sich darum kümmern. Dabei kostet ein kurzer Check nicht viel Zeit. Damit sind sie auf der sicheren Seite und sparen oft noch Geld. test.de sagt, welche Versicherungen Studenten brauchen.
Private Haftpflichtversicherung
Jeder braucht eine Privathaftpflichtversicherung. Gesetzlich vorgeschrieben ist sie zwar nicht. Doch sie zählt zu den wichtigsten Policen - auch für Studenten. Sind die Eltern haftpflichtversichert, gilt dieser Schutz in der Regel auch für die volljährigen Kinder bis zum Ende der ersten Ausbildung. Sonst brauchen sie eine eigene Police. War der Studierende vor Beginn des Studiums berufstätig, muss er sich ebenfalls selbst versichern. Wehr- und Zivildienst gelten aber nicht als Berufstätigkeit. Wer mit seinem Partner zusammenlebt, kann eine gemeinsame Versicherung abschließen. Das ist auch ohne Trauschein möglich.
Berufsunfähigkeitsversicherung
Schwer kranke und auf Dauer arbeitsunfähige Studenten haben von der gesetzlichen Rentenversicherung nichts zu erwarten. Ab 1961 Geborene haben nur mit einer privaten Versicherung einen Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihren Beruf nicht ausüben können. Genau da liegt aber das Problem. Da Studenten noch keinem Beruf nachgehen, bieten ihnen die wenigsten Unternehmen eine Berufsunfähigkeitsversicherung im eigentlichen Sinne an. Oft gibt es zunächst nur einen Schutz gegen Erwerbsunfähigkeit, also für den Fall, dass Studenten gar nichts mehr arbeiten können. Die Anbieter nennen diese Variante üblicherweise Berufsunfähigkeitsversicherung mit Erwerbsunfähigkeitsklausel. Meistens gilt hier erst gegen Ende des Studiums der angestrebte Beruf als Maßstab im Leistungsfall. Dann erst wird die Erwerbsunfähigkeits- zur echten Berufsunfähigkeitsversicherung. Manchmal erfolgt die Umstellung ab dem fünften Semester oder auch kurz vor dem Examen. Besser ist ein Vertrag, der von vornherein Schutz für den angestrebten Beruf bietet. Je früher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird, desto besser. Jüngere Leute bekommen leichter als Ältere einen Vertrag, weil sie meist noch gesünder sind. Der Preis der Versicherung hängt vom Eintrittsalter, Geschlecht, der Vertragslaufzeit, der vereinbarten Rentenhöhe und auch wesentlich von der Berufsgruppe ab.
Tipp. Achten Sie in den Versicherungsbedingungen auf eine Nachversicherungsgarantie. Dann können Sie Ihre Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. test.de empfiehlt, sich an den „sehr guten“ Tarifen des Tests Berufsunfähigkeit zu orientieren und beim Versicherer nachzufragen, ob es die Konditionen auch für Studenten gibt.
Kfz-Haftpflichtversicherung
Ein eigenes Auto während des Studiums ist ein Luxus, den sich nur wenige Studenten leisten können. Kosten für die Kfz-Versicherung sind für Fahranfänger besonders hoch. Obligatorisch ist der Einstieg in die Kfz-Haftpflichtversicherung mit einem Beitragssatz von 230 Prozent. Doch die horrenden Prämien müssen Studenten nicht zahlen:
- Wenn Studenten ihr Fahrzeug bei der Gesellschaft ihrer Eltern versichern, lassen viele Versicherer einen Satz von 140 Prozent zu. Zum Teil gibt es sogar noch bessere Einstufungen.
- Versichern Studenten das Fahrzeug als Zweitwagen der Eltern, beginnen Sie meist ebenfalls mit 140 Prozent.
- Ein eigener günstiger Einstieg ist möglich, wenn Studenten mindestens drei Jahre den Führerschein besitzen.
Tipp. Überweisen Sie den Gesamtbetrag für Ihre Versicherungen auf einmal. Bei halb- oder vierteljährlicher Zahlung kassieren Versicherungen Zuschläge von 3 bis 5 Prozent. Finanztest veröffentlicht wieder im November aktuelle Beitragssätze der Autoversicherer.
Hausratversicherung
Eine Hausratversicherung sollten Studenten mit eigenem Hausrat nur dann abschließen, wenn sie hochwertige Möbel oder elektrische Geräte besitzen. Ansonsten lohnt sich die Police häufig nicht. Günstige Tarife zeigt der Test Hausratversicherung aus Finanztest 01/2009.
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