Produktfinder Fernseher: Tipps
18.11.2009
Vor dem Kauf
- Restlaufzeit. Lassen Sie die Röhre laufen, solange sie geht. Einen neuen Röhrenfernseher zu kaufen, ist dagegen wenig ratsam: Kein großer Anbieter führt noch Röhrengeräte.
- Bildschirmgröße. Wenn Sie den Flachfernseher als Hauptgerät nutzen, sollte seine Bildschirmdiagonale mindestens 65 Zentimeter betragen. Bei kleineren Geräten müssen Sie Abstriche bei Bild, Ton und Ausstattung machen. Sie eignen sich eher als Zweitfernseher.
- Display. Kaufen Sie einen LCD, wenn Sie häufig bei Tageslicht fernsehen. LCD punkten mit ihrem reflexionsarmen Bild. Plasma-Fernseher kommen in dunkler Umgebung besser zur Geltung - etwa in einem Heimkino. Sie sind jedoch erst ab knapp einem Meter Bilddiagonale erhältlich.
- Blickwinkel. Einige Flache büßen beim Blick von der Seite Kontrast ein. Bilder sehen dann flau aus. Für Singles spielt das keine Rolle, solange sie frontal vor dem Bildschirm sitzen. Beim gemeinschaftlichen Familien-Fernsehen sehen die am Rand Sitzenden jedoch matte Bilder. Neuere Modelle zeigen jedoch sehr starke Fortschritte.
- Stromverbrauch. Kalkulieren Sie die Stromkosten mit ein. Plasmatechnik und höhere Auflösung treiben den Stromverbrauch in die Höhe. Beispiel: Ein Full-HD-Plasma-Bildschirm zieht bis zu 450 Watt. Bei täglich vier Stunden TV-Konsum macht das mehr als 130 Euro im Jahr.
- Auflösung. Theoretisch können Flache viel schärfere Bilder zeigen als Röhrengeräte. Dafür brauchen sie aber entsprechende Signale. Die gibt es derzeit nur bei einzelnen TV-Sendern oder Blu-Ray-DVDs. Mit Standardfernsehen haben die Flachen jedoch Probleme. Grund: Sie müssen die detailarmen Signale auf ihre große Pixelzahl hochrechnen.
- Full HD. Der Fernseher muss nicht unbedingt die höchste Auflösung haben. Full HD hat mit 1 920 x 1 080 Pixel zwar die höchste Anzahl an Bildpunkten. Doch das menschliche Auge kann diese Auflösung bei normalem Sehabstand auf einem etwa ein Meter großen Bildschirm nicht von der für HDready üblichen Auflösung mit 1 366 x 768 Pixel unterscheiden. HDready reicht normalerweise völlig aus.
- Zukunftsvision. Flachbildfernseher werden sich in den kommenden Jahren deutlich weiterentwickeln. Die Hersteller arbeiten mit Hochdruck an kontrastreicheren Bildern, größerem Betrachtungswinkel sowie energiesparenderen Modellen. Der Trend geht in Richtung größerer Diagonalen und höherer Auflösung. Folglich werden die Preise für mittelgroße Geräte mit „normaler“ Auflösung weiter sinken.
Im Geschäft
- Licht. Im Verkaufsraum ist es oft viel heller als bei Ihnen zu Hause. Lassen Sie die Raumbeleuchtung herunterdrehen.
- Filme. Die auf den Fernsehern gezeigten Filme, sind speziell für die hochauflösenden Geräte produziert. Detailreiche Bilder der Serengeti und Models vor einer Urlaubskulisse sollen Sie begeistern. Das ist ein Trick. Bleiben Sie kritisch.
- Nachrichten. Bitten Sie darum, realistische Pal-TV-Bilder eines Nachrichtensenders einzuspielen. Sieht der Teint des Moderators natürlich aus? Verwischt oder ruckelt die im Nachrichtenticker durchlaufende Schrift?
- DVD. Bringen Sie Ihre Lieblings-DVD mit und lassen Sie sie abspielen. Sind die dunklen Szenen gut erkennbar?
- Bild. Ist das Bild hell genug, ohne dass Helligkeit und Kontrast auf Maximum stehen? Können Sie auch von der Seite noch kräftige Bilder sehen?
- Verkäufer. Wechseln Sie umgehend das Geschäft, wenn der Verkäufer Sie nicht unterstützt.
Zu Hause
- Sitzabstand. Ihr Abstand zum Fernseher sollte der fünf- bis siebenfachen Höhe des Bildes entsprechen. Bei 40 Zentimetern Bildhöhe muss Ihr Fernsehsessel knapp drei Meter entfernt stehen. Ergo: Kaufen Sie kein Heimkino, wenn Ihr Wohnzimmer klein ist.
- HD. Wenn Sie hochauflösendes Fernsehen schauen, können Sie den Sessel heranrücken. Dann reicht die dreifache Bildhöhe. Bei 40 Zentimetern also 1,20 Meter Abstand. Das wirkt wie im Kino.
- Licht. Eine indirekte Lichtquelle schont die Augen im dunklen Fernsehzimmer. Sie darf aber nicht dem Fernseher gegenüber stehen. Sonst spiegelt sie sich im Bildschirm.
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