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Produktfinder Fernseher: Tipps

02.02.2012

Produktfinder Fernseher
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Vor dem Kauf

  • Restlaufzeit. Die Tage der alten Röhre sind gezählt. HD-Fernsehen und -Fernseher lassen sie alt aussehen. Jetzt ist der Umstieg fällig.
  • Bildschirmgröße. Wenn Sie den Flach­fernseher als Haupt­gerät nutzen, sollte seine Bild­schirm­diagonale mindestens 65 Zentimeter betragen. Bei kleineren Geräten müssen Sie Abstriche bei Bild, Ton und Ausstattung machen. Sie eignen sich eher als Zweit­fernseher.
  • Display. Kaufen Sie einen LCD, wenn Sie häufig bei Tages­licht fernsehen. LCD punkten mit ihrem reflexions­armen Bild. Plasma-Fernseher kommen in dunkler Umgebung besser zur Geltung - etwa in einem Heim­kino. Sie sind jedoch erst ab knapp einem Meter Bilddiagonale erhältlich.
  • Blickwinkel. Einige Flache büßen beim Blick von der Seite Kontrast ein. Bilder sehen dann flau aus. Für Singles spielt das keine Rolle, solange sie frontal vor dem Bild­schirm sitzen. Beim gemeinschaftlichen Familien-Fernsehen sehen die am Rand Sitzenden matte Bilder. Neuere Modelle zeigen jedoch sehr starke Fortschritte.
  • Stromverbrauch. Kalkulieren Sie die Strom­kosten mit ein. Plasma­technik und höhere Auflösung treiben den Strom­verbrauch in die Höhe. Beispiel: Ein Full-HD-Plasma-Bildschirm zieht bis zu 400 Watt. Bei täglich vier Stunden TV-Konsum macht das mehr als 140 Euro im Jahr.
  • Auflösung. Theoretisch können Flache viel schärfere Bilder zeigen als Röhren­geräte. Dafür brauchen sie aber entsprechende Signale. Die gibt es derzeit nur bei einzelnen TV-Sendern oder Blu-Ray-DVDs. Mit Standard­fernsehen haben die Flachen jedoch Probleme. Grund: Sie müssen die detail­armen Signale auf ihre große Pixel­zahl hochrechnen.
  • Full HD. Der Fernseher muss nicht unbedingt die höchste Auflösung haben. Full HD hat mit 1 920 x 1 080 Pixel zwar die höchste Anzahl an Bildpunkten. Doch das menschliche Auge kann diese Auflösung bei normalem Seh­abstand auf einem etwa ein Meter großen Bildschirm nicht von der für HDready üblichen Auflösung mit 1 366 x 768 Pixel unterscheiden. HDready reicht normalerweise völlig aus.
  • Zukunftsvision. Flachbildfernseher werden sich in den kommenden Jahren deutlich weiterentwickeln. Die Hersteller arbeiten mit Hoch­druck an kontrast­reicheren Bildern, größerem Betrachtungs­winkel sowie energie­sparenderen Modellen. Der Trend geht in Richtung größerer Diagonalen und höherer Auflösung. Folglich werden die Preise für mittel­große Geräte mit „normaler“ Auflösung weiter sinken.

Im Geschäft

  • Licht. Im Verkaufsraum ist es oft viel heller als bei Ihnen zu Hause. Lassen Sie die Raum­beleuchtung herunter­drehen.
  • Filme. Die auf den Fernsehern gezeigten Filme, sind speziell für die hoch­auflösenden Geräte produziert. Detail­reiche Bilder der Serengeti und Models vor einer Urlaubs­kulisse sollen Sie begeistern. Das ist ein Trick. Bleiben Sie kritisch.
  • Nachrichten. Bitten Sie darum, realistische Pal-TV-Bilder eines Nachrichten­senders einzuspielen. Sieht der Teint des Moderators natürlich aus? Verwischt oder ruckelt die im Nachrichten­ticker durch­laufende Schrift?
  • DVD. Bringen Sie Ihre Lieblings-DVD mit und lassen Sie sie abspielen. Sind die dunklen Szenen gut erkennbar?
  • Bild. Ist das Bild hell genug, ohne dass Helligkeit und Kontrast auf Maximum stehen? Können Sie auch von der Seite noch kräftige Bilder sehen?
  • Verkäufer. Wechseln Sie umgehend das Geschäft, wenn der Verkäufer Sie nicht unterstützt.

Zu Hause

  • Sitzabstand. Ihr Abstand zum Fernseher sollte der fünf- bis sieben­fachen Höhe des Bildes entsprechen. Bei 40 Zentimetern Bild­höhe muss Ihr Fernseh­sessel knapp drei Meter entfernt stehen. Ergo: Kaufen Sie kein Heim­kino, wenn Ihr Wohn­zimmer klein ist.
  • HD. Wenn Sie hoch­auflösendes Fernsehen schauen, können Sie den Sessel heranrücken. Dann reicht die dreifache Bildhöhe. Bei 40 Zentimetern also 1,20 Meter Abstand. Das wirkt wie im Kino.
  • Klang. Bei vielen Fernsehern bekommen Sie nur guten Ton, wenn Sie das Gerät an eine Stereo- oder Heimkinoanlage anschließen. Die Frontlautsprecher müssen links und rechts neben dem Fernseher stehen. Sonst passen Bild und Ton nicht zusammen.
  • Licht. Eine indirekte Licht­quelle schont die Augen im dunklen Fernseh­zimmer. Sie darf aber nicht dem Fernseher gegenüber stehen. Sonst spiegelt sie sich im Bild­schirm.

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Glossar

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10.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: