Produktfinder Digitalkameras: Tipps zum Kamerakauf
26.01.2012
Mehr Pixel, mehr Video, mehr Zoom. Die Anbieter protzen gern mit Zahlen. „Je mehr, desto besser“, lautet ihre Botschaft. Doch die ist falsch. Die Tests der Stiftung Warentest zeigen, dass die üppigsten Kameras nicht gleich die besten sind. Lesen Sie hier, worauf es wirklich ankommt und worauf Sie achten können.
Zu viele Pixel verderben das Bild
Moderne Digitalkameras haben bis zu 24 Millionen Pixel. Pixel bezeichnet die Anzahl der Bildpunkte. Mehr Pixel gleich mehr Qualität, suggeriert die Werbung. Das ist Unsinn. Mehr Pixel sind nicht automatisch besser. Im Gegenteil. Bei kompakten Digitalkameras mit kleinem Bildchip ist Pixelwahn eher negativ. Die hohe Zahl von Bildpunkten verstärkt das Bildrauschen. Die Farb- und Helligkeitsinformationen kommen durcheinander. In einfarbigen Flächen tauchen dann einzelne bunte Pünktchen auf. Die Bilder werden grießelig. Im schlimmsten Fall bekommen sie einen deutlichen Farbstich.
Merke: Viele Pixel allein machen noch kein gutes Bild. Die Auflösung der Kamera sollte zur Größe ihres Bildchips passen. Wichtiger als die Pixelzahl ist das Zusammenspiel von Objektiv, Bildsensor, Kamerasoftware und Aufnahmechip.
Fazit: Wählen Sie Ihre Kamera nach dem Urteil für die Bildqualität, nicht nach der Pixelzahl.
Tipp: Nach dem Einkauf der Datenbank können Sie gezielt nach guter Bildqualität filtern. Der folgende Link funktioniert für eingeloggte Leser:
Kameras mit guter Bildqualität: Suchprofile nach Qualität
(Dieser Link funktioniert erst nach dem Einkauf der Datenbank)
Kompakt, Universal oder System?
Es gibt drei Typen von Digitalkameras: Kompakt-, Universal- und Systemkameras. Kompaktkameras sind – der Name sagt es – handlich und klein. Modelle mit Zoomobjektiv sind für jede Aufnahmesituation geeignet. Ideal für Einsteiger, auf Reisen und für Familienfeiern. Die Systemkamera ist dagegen das Werkzeug für ambitionierte Fotografen und Profis. Ihre Objektive lassen sich wechseln. Ein großer Vorteil, denn Objektive mit fester Brennweite bringen mehr Bildqualität. Universalkameras schlagen die Brücke zwischen Kompakt und System. Universalkameras werden deshalb auch als Bridgekameras bezeichnet. Das Zoomobjektiv und die Aufnahmetechnik verbindet sie mit den Kompakten, das Aussehen und die vielen Einstellmöglichkeiten mit der Systemkamera.
Merke: Universalkameras sind die Wahl für alle Fotoamateure, die ihre Fotos kreativ gestalten wollen ohne allzu viel Geld anzulegen. Universalkameras sind billiger als ein System mit Wechselobjektiven. Die Grenzen zwischen Universalkamera und Kompaktkamera sind fließend. Wählen Sie eines der folgende Kameraprofile, wenn Sie nach einer Kamera für kreative Fotos suchen.
Tabelle: Kameras mit vielen Einstellmöglichkeiten
Tabelle: Universalkameras
Fazit: Kompakt ist einfach, schick und handlich, Universal macht kreative Fotos, System erfüllt höchste Ansprüche.
Tipp: Nach dem Einkauf der Datenbank führt Sie der Leitfaden gezielt zu Kameras, die Ihre Ansprüche erfüllen. Der folgende Link funktioniert für eingeloggte Leser:
Leitfaden: So finden Sie Ihre Kamera
(Dieser Link funktioniert erst nach dem Einkauf der Datenbank)
Besser mit Sucher
Viele Menschen sind beim Fotografieren an einen Sucher gewöhnt. Der Sucher zum Durchsehen hat einen wichtigen Vorteil: Er zeigt das Bild klar und deutlich - auch wenn die Sonne scheint. Anders der Monitor. Darauf ist das Bild im Sonnenlicht kaum zu erkennen. Der optische Sucher hat andererseits einen gravierenden Nachteil: Bei Kompaktkameras stimmt der Ausschnitt nicht mit dem tatsächlichen Bild überein. Bis zu einem Drittel liegt der Sucher daneben. Für Nahaufnahmen ist er gar nicht zu gebrauchen. Auch in der Dämmerung bringt der optische Sucher nichts.
Merke: Die Sucher der Spiegelreflexkameras sind besser: sie zeigen den Bildausschnitt, den die Kamera tatsächlich aufnimmt. Ebenso die elektronischen Sucher-LCD. Sie sind vor allem bei Bridgekameras zu finden.
Fazit: Wählen Sie eine Kamera mit gutem elektronischem Sucher oder eine Spiegelreflex, wenn Sie den Ausschnitt schon bei Aufnahme exakt gestalten wollen.
Tipp: Nach dem Einkauf der Datenbank führt Sie der Leitfaden gezielt zu Kameras, die Ihre Ansprüche erfüllen. Der folgende Link funktioniert für eingeloggte Leser:
Kameras mit gutemSucher: Suchprofile nach Qualität
Kauftipps: Kameras für Anspruchsvolle
(Beide Links funktionieren erst nach dem Einkauf der Datenbank)
Digitales Zoom senkt Qualität
Digitales Zoom, das klingt zunächst nach Qualität. Stimmt aber nicht. Das digitale Zoom ist schlechter als das optische. Nur das optische Zoom verändert tatsächlich die Brennweite des Objektivs. Es holt weit entfernte Objekte näher ran und projiziert sie größer auf den Bildchip der Kamera oder schafft im Gegenteil Distanz. Beispiel: Eine Megazoomkamera mit 10fachem optischen Zoom kann das Bild von der Weitwinkeleinstellung bis zur Teleeinstellung zehnmal vergrößern. Das digitale Zoom dagegen, verändert die Brennweite nicht. Es übernimmt stattdessen das Bildsignal vom Bildchip und errechnet nur einen Ausschnitt daraus. So wie ein Bildbearbeitungsprogramm am PC.
Merke: Das digitale Zoom geht zu Lasten der Bildqualität. Die Auflösung nimmt ab.
Tabelle: Kameras mit starkem Zoom
Fazit: Wählen Sie eine Kamera mit starkem optischem Zoom, wenn Sie Motive näher ranholen wollen.
Standardakkus helfen sparen
Kompaktkameras kommen oft edel daher. Manche sind schick und putzig klein. Das hat einen Nachteil: Sie arbeiten mit Spezialakkus. Die maßgeschneiderten Speicherzellen sind teuer und nicht überall zu haben. Geht im Urlaub der Saft aus, ist die Fotosession beendet. Standardakkus der Typen Mignon (AA) und Micro (AAA) sind dagegen viel billiger. Außerdem sind sie fast weltweit im Handel.
Merke: Kameras mit Standardakkus funktionieren zur Not sogar mit Einwegbatterien.
Tabelle: Kameras mit Standardakkus.
Fazit: Wählen Sie eine Kamera mit Standardakkus, wenn Sie viel auf Reisen gehen.
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