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Digitales Fernsehen: Digitaler Satellit (DVB-S)

02.08.2011

Die meisten Programme übertragen Satelliten. Mehrere hundert in- und ausländische Sender bringen Satelliten auf den Bildschirm. Auch arabische, französische und polnische Sender. Selbst in abgelegenen Gebieten sind Bild und Ton exzellent. Das Tolle am Satellitenfernsehen: Außer den Anschaffungskosten fallen keine weiteren Gebühren an - zumindest bisher.

Digitales Fernsehen

Ausrüstung und Kosten

Jeder dritte Haushalt hat eine digitale Satellitenschüssel auf dem Dach. Schüsseln neueren Datums enthalten bereits Universal-LNBs, die digitale Signale empfangen. Lediglich bei älteren Satellitenschüsseln müssen die analogen Signal­umsetzer ausgetauscht werden. Zusätzlich zur Satellitenschüssel brauchen Zuschauer einen Empfänger. Einfache Sat-Empfänger gibt es ab 100 Euro. Gute Empfänger mit Fest­platte gibt es ab 260 Euro. Einige Fernseher enthalten bereits einen einge­bauten DVB-S-Empfänger. Das spart Platz und Strom. Der Produktfinder Fernseher zeigt sie.

Verschlüsselte Privatsender

Viele Programme über­tragen die Satelliten kostenlos. Lediglich GEZ-Gebühren fallen an. Im hoch­auflösenden Fernsehen verschlüsseln Satelliten­betreiber jedoch die Programme der Privatsender Kabel1, Pro7, RTL, Sat.1 und Vox. Wer die Privatsender schauen möchte, braucht einen HD+-fähigen Empfänger mit integrierter HD+-Karte oder ein CI+-Modul für die CI+-Schnitt­stelle des Fernsehers. Die HD+-Karte kostet nach den ersten 12 Monaten 50 Euro im Jahr. So rutschen ehemals kostenlose SD-Inhalte ins HD-Bezahl­fernsehen.

Tipps

  • Satellitenschüssel. Für Satelliten­empfang reichen in Deutsch­land meist kleine Satellitenschüsseln mit einem Durch­messer von 33 bis 60 Zenti­metern. Je größer die Schüssel, desto sicherer der Empfang. Wählen Sie einen Sat-Empfänger mit guter Empfindlich­keit, wenn Sie eine kleine Schüssel benutzen oder am Rand des Astra-Empfangs­gebietes wohnen. Beispiel: Der Osten Deutsch­lands liegt am Rand der Haupt­ausleuchtungs­zone des Astra-Satelliten 1B. Details zum Empfangs­gebiet finden Sie bei den Satelliten­betreibern Astra und Eutelsat.
  • Parallel fernsehen. Sie wollen ein Programm aufzeichnen und parallel ein anderes sehen? Das funk­tioniert, wenn der Sat-Empfänger zwei Tuner und eine Fest­platte hat. Alternativ können auch Empfänger ohne Fest­platte aufzeichnen: Dafür stecken Sie einfache eine externe Fest­platte an die USB-Buchse des Empfängers und drücken die Aufnahme­taste. Das ist meist billiger als ein Empfänger mit einge­bauter Fest­platte.
  • Fernbedienung. Die meisten Sat-Empfänger lassen sich nur über die Fernbedienung steuern. Hüten Sie den Hand­sender – ohne ihn können Sie den Sat-Empfänger kaum bedienen. Prüfen Sie die Fernbedienung vor dem Kauf: Sind die Tasten groß genug und über­sicht­lich ange­ordnet?
  • Radio­hören. Sat-Empfänger liefern nicht nur Fernsehen sondern auch mehrere Hundert Radio­programme. Wählen Sie einen Empfänger mit Display für Kanal­nummer und Sender­namen. Sonst müssen sie zum Radio­hören stets den Fernseher einschalten.
  • Strom sparen. Trennen Sie den Sat-Empfänger vom Stromnetz, wenn Sie ihn längere Zeit nicht benutzen. Allerdings: Der vom Netz getrennte Empfänger kann keine Sendungen aufzeichnen. Auch das Updates für den elektronischen Programm­führer läuft erst, wenn das Gerät wieder mit Strom versorgt wird.
  • Elektronischer Programm­führer. Sat-Empfänger verfügen über einen elektronischen Programm­führer, kurz EPG. Das ist eine Art erweiterter Video­text mit Programm­informationen. Manche Geräte informieren nur über die laufende und die folgende Sendung, andere halten Infos für die nächsten ein bis zwei Wochen parat. Lassen Sie sich den elektronischen Programm­führer vor dem Kauf vorführen.
  • Surround-Sound. Heim­kinofans verkabeln den Sat-Empfänger direkt mit Ihrer Surround­anlage. Damit sitzt der Zuschauer bei Dolby Digital Filmen mitten im Geschehen. Wählen Sie einen Sat-Empfänger mit digitalem Tonausgang: optisch oder elektrisch – je nach Surround­anlage. Einige Sat-Empfänger bieten gleich beide Varianten.

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Digitales Kabel (DVB-C)

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: