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Digitales Fernsehen: HD, SD oder analog?

02.08.2011

Die besten Bilder zeigen großformatige Fernseher mit hochaufgelösten Fernsehsignalen (HDTV). Ansehnliche Bilder liefern oft auch digitale SD-Signale. Mit analogen Signalen verrauschen die Bilder jedoch. Je größer der Fernseher, desto störender wirkt sich das analoge Bildrauschen aus.

Digitales Fernsehen

Ursprung: Analog­empfang (PAL)

Analoge Signale können alle verwerten - sowohl Röhrenfernseher, Video­rekorder als auch Flach­bild­fernseher. Lange Zeit bot das analoge PAL-Farb­fernsehen die beste Bild­qualität. Zumindest besser als das französische SECAM-System oder das amerikanische NTSC. Solange die Fernseher störungs­freie Signale empfingen, zeigten sie akzeptable Bilder. Da das analoge Programm­an­gebot recht über­sicht­lich war, ließen sie die Sender alle im zwei­stel­ligen Programm­bereich abspeichern. Wichtige Sender wie ARD und ZDF auf 1 und 2, Arte auf 8. Inzwischen ist analoges Fernsehen jedoch tech­nisch veraltet und wird ab Mai 2012 nicht mehr ausgestrahlt. Manche Kabelgesell­schaften haben angekündigt, dennoch einige analoge Programme im Kabel anzu­bieten.

Über­gang: Digital SD (Stan­dard Definition)

Digitale Technik über­trägt deutlich mehr Informationen. Auf die Band­breite eines analogen Kanals passen vier digitale Programme. Das spart Über­tragungs­kapazität und Geld. Für den Empfang digi­taler Programme ist jedoch ein spezieller Digital­empfänger notwendig. Bei Röhrenfernsehern sind diese Empfänger stets extern. Auch ältere Flach­bild­fernseher empfangen digitale Programme nur über eine externen Settop-Box. Typisch für Digital­empfänger ist die elektronische Programm­zeit­schrift (EPG). Sie liefert sendungs­bezogene Informationen und unterstützt die Menüführung bei der Programm­aus­wahl.

Beste Bild­qualität: Digital HD (High Definition)

Was in ihnen steckt, das zeigen große Flach­bild­fernseher erst mit hoch­auflösenden Signalen. Die besten Bilder liefern Bluray-Spieler. Sie zeigen Full HD mit 1920 x 1080 Bild­punkten progressive, das heißt mit Voll­bildern. Das ist fast wie Kino. An diese Auflösung reichen Fernseh­signale zwar nicht heran. Trotzdem sind sie sicht­bar besser als in Stan­dard­auflösung. ARD, Arte und ZDF senden ihre HD-Programme mit einer Auflösung von 1280 x 720 Bild­punkten, ebenfalls progressive. Durch die 50 Voll­bilder pro Sekunde erscheinen bewegte Bilder besonders scharf. Die meisten Privatsender haben sich dagegen auf das Format 1920 x 1080 interlaced fest­gelegt. Bei diesem sogenannten Zeilen­sprung­verfahren liegen die Halb­bilder zeitlich auseinander. Beim Zusammenfügen können Bild­artefakte auftreten. Viele interna­tionale Serien und Spielfilme werden im Format 1080i produziert.

Weiter­entwick­lungen

Auch HDTV entwickelt sich weiter. Als sich die öffent­lich-recht­lichen Sender vor einigen Jahren für die Auflösung 1280 x 720p entschieden, entsprach das den damaligen tech­nischen Möglich­keiten. Fernseher mit größerer Auflösung waren noch extrem selten und teuer. Auch die Über­tragung war teuer und die Technik weniger leistungs­fähig. Das hat sich geändert. Full HD-Fernseher schaffen die 1920 x 1080 Auflösung. Das Problem für Zuschauer mit höchsten Qualitäts­ansprüchen: Bei jedem Umkopieren der Darstellungs­formate verschlechtert sich die Bild­qualität. Erst rechnet die ARD die interna­tionalen Spielfilme auf ihr Format 1280 x 720p herunter. Der Full HD-Fernseher zuhause rechnet das wieder auf seine 1920 x 1080 Bild­punkte hoch. Die Fernsehsender könnten sich nun auf einheitliche Formate einigen, die eines Tages vielleicht auch dreidimensionales Fernsehen unterstützen.

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: