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Fernseher von Aldi: TV und DVD für wenig Geld

21.08.2010

Aldi Nord verkauft seit Donnerstag (19.08.) einen Design-Fernseher für 219 Euro. Ein moderner Flachbildschirm mit DVB-T-Empfänger und DVD-Spieler. Schwarz und flach, mit 55-cm-Bild. Medion P12011. Der passende Fernseher für die Ferienwohnung? Der Schnelltest klärt auf.

Fernseher von Aldi

Bild klein, Ausstattung groß

Der Bildschirm ist klein, die Ausstattung groß. 55 Zentimeter Bilddiagonale sind für einen Fernseher nicht viel. Vorteil: Der kleine Bildschirm spart Platz. DVB-T-Empfänger und DVD-Spieler sind bereits eingebaut. Der Fernseher empfängt digitales Fernsehen via Antenne und zeigt Spielfilme von DVD. Perfekt für die Ferienwohnung oder für kleine Zimmer. Wenn die Qualität stimmt.

Test im April 2009

Aldi verkaufte den Medion P12011 im April 2009 schon einmal. Urteil im Schnelltest damals: Annehmbar in Bild und Ton. Bleibt die Frage, ob Medion das Gerät verändert hat. Die Artikelbezeichnung ist gleich: P12011, aber das sagt nicht viel - nach so langer Zeit. Die Stiftung Warentest hat den Fernseher deshalb noch einmal getestet. Nun liegen neue Ergebnisse vor.

Das Bild ruckelt

Enttäuschung: So ausgewogen wie der Medion-Fernseher mal war, ist der neue P12011 nicht mehr. Das Bild ruckelt. Bei digitalen und bei analogen Signalen. Deutlich sichtbar ist der Effekt bei hochwertigen Signalen von einer BluRay-Disc. Auch das Fernsehbild ist nicht ungestört. Es ruckelt, wie gesagt. Vor allem bei Kameraschwenks. "Judder" nennen Experten diesen Effekt. Die Elektronik verarbeitet die Signale nicht perfekt. Bei Gesichtern stört eine Rosa-Färbung. Urteil: Das Bild ist nur noch annehmbar.

Kein Familiengerät

Insgesamt passable Bilder liefert der Aldi-Fernseher mit DVB-T-Signalen (Digitales Fernsehen via Antenne). Hier stimmen Schärfe und Kontrast. Bei analogen Signalen fehlt Schärfe. Bei der Wiedergabe von DVD ist die Bildqualität ok. Grundsätzlich gilt: Der Betrachtungswinkel des Aldi-Fernsehers ist klein. Wer von der Seite auf den Bildschirm schaut, sieht das Bild nur noch grau in grau. Fazit: Keine Fernseher für größere Gruppen. Ein Gerät für Singles und Paare.

Anschlüsse satt

Stark ist der Aldi Fernseher in puncto Funktion. Er dient als Fernseher, DVD-Spieler, Computermonitor und elektronischer Bilderrahmen. Medion bietet Anschlüsse satt: PC, USB und HDMI (für hochaufgelöste Bilder). Dazu die üblichen Ein- und Ausgänge für Audio und Video, einen digitalen Audioausgang und einen Kartenleser. Der bringt beispielsweise Digitalfotos vom Speicherchip einer Digitalkamera direkt auf den Bildschirm. Interessant ist auch der Kopfhöreranschluss mit separater Lautstärkenreglung. Fazit: Viel Ausstattung für wenig Geld.

Aufgeräumt in Klavierlack-Optik

Optisch macht der Aldi-Fernseher eine gute Figur. Design ist vielleicht etwas hochgegriffen, aber immerhin: Der Fernseher von Aldi ist aufgeräumt. Ein schwarzes Kunststoffgehäuse ohne Schnörkel. Schalter und Anschlüsse sind auf der Rückseite verborgen. Vorn nur der 55 cm Bildschirm und ein schmaler Rahmen, glänzend in Klavierlack-Optik. Die im Gehäuse versteckten Lautsprecher klingen annehmbar. Leicht blechern allerdings. Es fehlen Bässe und Höhen.

Menü umständlich

Die Fernbedienung ist etwas überfrachtet, einige Tasten fummelig und klein. Nervig und nicht mehr zeitgemäß ist die Gestaltung des Menüs. Der Fernseher arbeitet mit zwei Menüs: eins für den digitalen und eins für den analogen Empfang. Sie funktionieren an einigen Stellen unterschiedlich: Das verwirrt. Umständlich ist das zweifache Menü obendrein. Wer beispielsweise digitales Fernsehen via DVB-T empfängt, muss vom digitalen Menü ins analoge wechseln, um den Kontrast des Bildschirms zu ändern. Umständlich. Für den DVD-Spieler gibt es sogar ein drittes Menü.

Für Zapper zu langsam

Für Zapper ist der Aldi-Fernseher übrigens zu langsam. Vor allem bei digitalem Empfang. Das Umschalten von einem DVB-T-Kanal zum anderen dauert mehrere Sekunden. Beim analogen Kabelempfang geht das etwas schneller. In puncto Stromverbrauch ist der Medion-Fernseher ohne Tadel. 44 Watt im Betrieb und 0,6 Watt im Standby sind gute Werte. Ein Netzschalter auf der Rückseite senkt den Verbrauch sogar auf null. Er schützt vor Überspannung und trennt das Gerät zuverlässig vom Netz.

Testkommentar: Als Zweitgerät passabel
Produktbeschreibung: Fernseher Medion P12011
Produktfinder: 388 Fernseher im Test

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: