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Winterreifen: Tipps

15.10.2004

Winterreifen
  • Reifengröße. Die aktuelle Reifengröße steht im Fahrzeugschein unter den Ziffern 20 folgende. Die Größe 205/55 R16 passt beispielsweise zum Audi A4, Opel Vectra und Toyota Avensis. Kleinwagen fahren auf schmaleren Reifen. Die Größe 165/70 R14 ist für Opel Astra, Fiat Punto, VW Polo und ähnliche Modelle vorgesehen. Hier passen aber auch 185er Reifen. Letztlich entscheiden Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit über den richtigen Reifen.
  • Preise vergleichen. Ein guter Satz 205er-Winterreifen kann 308 oder auch 780 Euro kosten. Billigstes gutes Angebot im Test: Maloya Cresta 220. Teuerstes Angebot: Dunlop SP Winter Sport M3 DSST. Vergleichen Sie die Preise bei verschiedenen Händlern. Fragen Sie nach Komplettpreisen mit Montage, Auswuchten, Ventil und Altreifenentsorgung. Die Unterschiede sind groß.
  • Geschwindigkeitsklassen. Schnelle Autos brauchen sicheren Halt. Achten Sie beim Reifenkauf auf die richtige Geschwindigskeitsklasse. Sie wird mit Großbuchstaben bezeichnet. Folgende Klassen gibts: Q: bis 160 km/h, S: bis 180 km/h, T: bis 190 km/h, H: bis 210 km/h, V: bis 240 km/h, W: bis 270km/h und Y: bis 300km/h und ZR: über 240 km/h.
  • Einfahren. Eingefahrene Reifen haften besser. Der Grund: Die Gummimischung der Reifen enthält Partikel, die den Pneu geschmeidig halten. Diese Partikel werden durch das Walken des Reifens beim Fahren aktiviert. Auch gebrauchte Reifen müssen nach längerer Lagerung wieder eingefahren werden.
  • Bessere Haftung. Sommerreifen verlieren schon ab zehn Grad Celsius an Elastizität. Je kälter es wird, desto schlechter haftet der Reifen. Winterreifen haften auch bei Kälte gut: Eine spezielle Gummimischung machts möglich.
  • Richtig lagern. Lagern Sie Ihre Reifen dunkel, trocken und kühl. 15 bis 20 Grad Celsius sind optimal. Der Abstand zu Wärmequellen, zum Beispiel dem Heizkessel im Keller, sollte mindestens einen Meter betragen. Direkte Sonneneinstrahlung oder Kunstlicht mit hohem UV-Anteil schaden dem Reifengummi. Gleiches gilt für Öl, Fett, Kraftstoff und andere Chemikalien.
  • Ohne Felge im Stehen. Reifen ohne Felge lagern Sie am besten stehend. Die Reifen werden nebeneinander gestellt. Drehen Sie die Reifen regelmäßig weiter, damit sie sich nicht verformen.
  • Mit Felge im Liegen. Reifen mit Felge werden übereinandergestapelt oder an der Wand aufgehängt. Optimal sind ein Felgenbaum oder einzelne Wandaufhänger.
  • Haltbarkeit. Wie lange ein Autoreifen hält, ist auch bei Experten umstritten. Die Schätzungen liegen zwischen sechs und zehn Jahren. Mit der Zeit verliert das Reifengummi an Elastizität und damit an Haftung: unabhängig von der Profiltiefe.
  • Profil. Tauschen Sie Sommerreifen bei etwa drei Millimetern, Winterreifen spätestens bei vier Millimetern Restprofil aus. Das ist sicherer - obwohl das Gesetz nur 1,6 Millimeter Restprofil fordert.

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09.02.2012 . © Stiftung Warentest. Alle Rechte vorbehalten. Twitter Facebook YouTube Stiftung Warentest im Netz: