Produktfinder Kindersitze: Der Beste für Ihr Kind

22.10.2009
Kinder sind im Auto besonders gefährdet. Sie halten die hohen Schleuderkräfte bei einem Unfall kaum aus. Kindersitze schützen. test.de zeigt die besten Modelle und gibt Tipps zur Sicherheit. Der Produktfinder Kindersitze enthält Testberichte, Ergebnisse, Preise und Fotos für 103 Autokindersitze.
Datenbank zeigt gute Kindersitze
35 000 Kinder werden jährlich im Straßenverkehr verletzt. Jedes dritte davon im Auto. Schon ein Aufprall mit Tempo 30 kann tödlich sein. Kleine Kindern halten die großen Schleuderkräfte nicht aus. Viele Verletzungen könnten vermieden werden: Durch einen guten Kindersitz. Der muss passen und richtig befestigt werden. test.de zeigt die besten Sitze für alle Alterklassen. Die Produktfinder-Datenbank enthält Testberichte, Ergebnisse, Preise und Fotos für 103 Autokindersitze.
Im Crashtest getestet
Nicht alle Kindersitze sind sicher - und längst nicht alle sind gut. Das ist den Sitzen leider nicht anzusehen. Ob ein Kindersitz bei einem Unfall gut schützt, können nur aufwändige Crashtests zeigen. Frontalaufprall und Seitenaufprall stehen auf dem Programm. Die Stiftung Warentest untersucht Autokindersitze gemeinsam mit dem ADAC und Verbraucherschützern aus Belgien, Dänemark, Frankreich, England, Italien, Portugal, Schweden, Spanien und den Niederlanden.
Lebensgefahr für das Kind
Die Testkarosse mit dem Kindersitz beschleunigt auf 64 km/h. Dann prallt sie auf das Hindernis. Blitzschnell ziehen die Gurte an. Die Dummys rucken in den Kindersitzen. Hochgeschwindigkeitskameras halten jede Bewegung fest: 1.000 Bilder pro Sekunde. Siebenmal geht die Sache gut. Dann folgt die erste Katastrophe. Beim IWH Babymax reißen die Hosenträgergurte aus der Babyschale. Der Dummy fliegt aus dem Isofix-Sitz ungeschützt nach vorn. Im Ernstfall wäre das wohl tödlich. Qualitätsurteil: mangelhaft.
Isofix nicht automatisch sicher
Warum passiert das? Ausgerechnet bei einem Isofix-Sitz? Isofix-Sitze gelten als besonders sicher. Sie sind fest mit der Karosserie verankert. Fast alle neueren Pkws haben diese genormte Verbindung. Es sind zwei stabile Ösen in der Ritze zwischen Sitz und Lehne. Meist auf den äußeren Rücksitzen. Passende Isofix-Sitze mit Haken können in diesen Ösen einrasten. Eine sichere Verbindung. Sicherer als der Autogurt. Im Prinzip zumindest. Das Beispiel IWH Babymax aber zeigt, dass die gute Befestigung allein nicht reicht. Die ganze Konstruktion des Sitzes muss stimmen. Beim IWH Babymax hält zwar die Isofix-Basis, die Haltegurte der Babyschale aber reißen. Ein gefährlicher Mangel.
Sieben Kindersitze mangelhaft
Und leider kein Einzelfall. 103 Kindersitze fürs Auto hat die Stiftung Warentest seit 2007 untersucht. Sieben Modelle sind mangelhaft: IWH Babymax Isofix, IWH Megamax Isofix, IWH Trade Max / Vario Max, Luftikid, Michelin Cockpit, SYPO 01/02 und TEAMTEX Newfix SP. Häufigster Schwachpunkt ist der Seitenaufprall. Hier sind die Kinder oft unzureichend geschützt.
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