Klimabewusstes Reisen: Freiwillige Abgaben für sauberes Gewissen
Der Co2-Ausstoß bei Flugreisen ist mit verantwortlich für die Klimaerwärmung. Reisende, denen die Folgen des Fliegens nicht egal sind, können ihre Klimasünden wieder gutmachen. Sie zahlen abhängig von der Flugstrecke und dem Co2-Ausstoß Geld an eine Organisation. Diese investiert das Geld wiederum in Projekte, die für „saubere“ Energie sorgen.
Atmosfair, ein Anbieter aus Berlin, steckt das Geld der Flugsünder etwa in eine Solarenergieanlage in Indien. Sie beliefert 18 Großküchen mit Energie, die bisher mit umweltschädlichem Dieselöl oder Holz heizten. So lassen sich nach Angaben von Atmosfair bis 2012 rund 4 000 Tonnen Co2 einsparen.
Die meisten Anbieter haben auf ihrer Internetseite einen Emissionsrechner. Damit können Flugreisende ausrechnen, wie hoch der Co2-Ausstoß ist, den sie bei ihrem Flug in den Urlaub verursachen.
Außerdem sehen sie hier, wie viel sie bezahlen müssen, um den bei ihrem Flug entstandenen Klimaschaden wieder auszugleichen. Für einen Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Mallorca werden bei Atmosfair 15 Euro fällig. Bei myclimate schlägt die gleiche Strecke mit 15,34 Euro zu Buche.
In welche Projekte das Geld fließt und wie viel im Umweltschutz ankommt, ist von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich. Dies zeigt ein Artikel unserer Zeitschrift test: Atmosfair und myclimate geben von allen Organisationen den größten Anteil an Klimaschutzprojekte weiter.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Tabelle: Die Projekte der Klimaschutz-Agenturen
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