Wohnungseigentumsrecht

Wohnungs­eigentümer müssen stets gemein­sam entscheiden, welchen Weg sie mit der Wohn­anlage gehen. Sie wählen einen Eigentums­verwalter als Steuermann und geben den Kurs vor. Dann bestimmen die Eigentümer zum Beispiel, wie viel Hausgeld der Verwalter von jedem Eigentümer eintreiben soll, welche Bauvorhaben als nächstes anstehen und wofür die Instandhaltungs­rück­lage verwendet wird. Doch wehe, die Eigentümer­gemeinschaft ist sich uneins. Für diesen Fall sollten Wohnungs­eigentümer ihre Rechte genau kennen.

Was Interes­senten vor dem Kauf prüfen sollten

Um potentiellem Streit so früh wie möglich aus dem Weg zu gehen, sollten sich potentielle Käufer einer Wohnung genau ansehen, in was für eine Gemeinschaft sie eintreten würden. Sie sollten insbesondere diese Fragen klären:

  • Gibt es einen Mehr­heits­eigentümer, der andere Eigentümer über­stimmen kann? Informationen darüber stehen in der Teilungs­erklärung.
  • Gibt es aktuellen Streit in der Gemeinschaft und stehen wichtige und möglicher­weise kost­spielige Projekte an? Antworten auf diese Fragen lassen sich mit Hilfe der Beschluss­samm­lung nach­voll­ziehen.
  • Wie wird das Hausgeld verwendet? Und wie hoch sind die Rück­lagen der Gemeinschaft? Diese Informationen schlüsselt die Jahres­abrechnung auf.
  • Welche Bestimmungen gelten für den Verwalter? Um das heraus­zufinden, sollten Kauf­interes­senten in den Verwalter­vertrag schauen.

Ärger mit dem Eigentums­verwalter

Wenn Eigentümer­gemeinschaften zerstritten sind, haben die Haus­verwalter leichtes Spiel. Denn um einen Verwalter zu wählen oder auch abzu­wählen, brauchen die Eigentümer eine Mehr­heit. Besonders häufig beklagen Eigentümer, dass der Verwalter Beschlüsse nicht umsetze, bei Baumängeln untätig bleibe und bestimmte Hand­werker und Hausmeister bevor­zuge. Das berichtet der Verein Wohnen im Eigentum. Die Experten von Finanztest zeigen, wie sich die Eigentümer gegen den Hausverwalter durchsetzen können.

Verwaltungs­beirat braucht eine Versicherung

Ehren­amtliche Verwaltungs­beiräte können teure Fehler machen. Den Schaden müssen sie trotzdem selbst bezahlen – oder ihr Versicherer. Eine Vermögens­schaden-Haft­pflicht­versicherung steht für finanzielle Folgen Ihrer ­Fehler ein. Außerdem prüft der ­Versicherer, ob eine Forderung auf Schaden­ersatz gerecht­fertigt ist und wehrt unbe­rechtigte Ansprüche ab.

Tests

Eigentümergemeinschaft Test

EigentümergemeinschaftBei Fehlern versichert

17.01.2012 - Wer für die Wohnungseingentümer-Gemeinschaft (WEG) als ehrenamtlicher Verwaltungsbeirat tätig ist, kann teure Fehler machen. Für den finanziellen Schaden muss er selbst gerade stehen – oder sein Versicherer. Sinnvoll ist daher eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung.Zum Test

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    Wohnungseigentumsrecht Meldung

    Wohnungs­eigentums­rechtHund muss Treppe statt Aufzug benutzen

    17.06.2014 - Wohnungs­eigentümer dürfen in der Haus­ordnung verbieten, dass Tiere im Aufzug mitgenommen werden dürfen. Ein von einer Mehr­heit in der Eigentümer­versamm­lung verabschiedetes Verbot ist wirk­sam, entschied das Land­gericht Karls­ruhe (Az. 5 S 43/13). In dem Verfahren war der Eigentümer einer Wohnung im fünften Stock gegen den Eigentümer einer vermieteten Wohnung in der zweiten Etage vorgegangen. Die Mieter aus dem zweiten Stock hatten ihren 14 Jahre alten und 20 Kilogramm schweren Hund aus...Zur Meldung

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    13.05.2014 - Eine Eigentums­wohnung im Dach­geschoss, aber kein Aufzug? Wer den Fahr­stuhl nach­rüsten will, braucht die Zustimmung der Miteigentümer. Allerdings kommt es darauf an, ob es sich um eine Modernisierung handelt oder um eine bauliche Veränderung – nur bei letzterer ist die Zustimmung aller Eigentümer erforderlich. Behinderte haben zudem die Möglich­keit, einen Treppenlift einbauen zu lassen. Finanztest erklärt die Rechts­lage und sagt, wer für welche Kosten aufkommen muss.Zum Special

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