Weiterbildung: Finanzierung und Förderung
Weiterbildung ist oft teuer. Kurse, Fahrtickets und Bücher kosten Geld. Manchmal fallen auch noch Prüfungsgebühren an. Doch die gute Nachricht lautet: Bund und Länder unterstützen Weiterbildungswillige mit zahlreichen Förderprogrammen. Ob Arbeitsloser, Selbständiger oder Angestellter – fast jeder kann Finanzspritzen bekommen. Einen Überblick über die wichtigsten Hilfen gibt der kostenlose Leitfaden Weiterbildung finanzieren der Stiftung Warentest.
Zuschüsse vom Bund
Staatliche Fördertöpfe gibt es viele, meist steht ein ganz bestimmter Personenkreis im Fokus. So richtet sich zum Beispiel der Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit speziell an Arbeitslose und Arbeitssuchende, das Programm WeGebAU hingegen an ältere Angestellte. Das Meister-Bafög ist für Handwerker und Fachkräfte aller Art gedacht, die Bildungsprämie für Arbeitnehmer und Selbstständige. Jüngere profitieren vom Weiterbildungsstipendium, Karrierebewusste vom Aufstiegsstipendium.
Auch die Bundesländer fördern
Immer mehr Bundesländer beteiligen sich an den Kosten für berufliche Weiterbildungen. Die Länderprogramme richten sich vor allem an Mitarbeiter kleinerer Unternehmen und an ältere Beschäftigte. Je nach Bundesland gibt es Zuschüsse, die über so genannte Schecks gewährt werden.
Geschenkte Zeit dank Bildungsurlaub
Da Lernen auch Zeit kostet, gibt es bisher in zwölf Bundesländern den Bildungsurlaub. Das sind Tage, an denen der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern freigeben muss, damit sie an einer Weiterbildung teilnehmen können. Der Arbeitgeber zahlt das Gehalt weiter, der Arbeitnehmer trägt die Kurskosten. In den meisten Bundesländern stehen Mitarbeitern fünf Arbeitstage pro Jahr zu.
Steuern sparen mit Weiterbildung
Sich weiterbilden und Steuern sparen? Auch das geht. Wer selbst in seine berufliche Weiterbildung investiert hat, kann sich einen Teil des Geldes vom Finanzamt zurückholen. Dafür rechnen Arbeitnehmer ihre Ausgaben in der Steuererklärung als Werbungskosten ab. Wie das geht und was zu den Bildungsausgaben zählt, zeigt die Übersicht Steuervorteile richtig nutzen.
Arbeitgeber beteiligen
Kommt keines der Förderprogramme in Frage? Dann kann sich die Nachfrage beim Chef lohnen. Denn vom Wissen seiner Mitarbeiter profitiert meist auch der Arbeitgeber. In vielen Fällen beteiligt sich die Firma deshalb am Geld- und Zeitaufwand, wenn der Arbeitnehmer mit guten Argumenten kommt.



