Prozesskosten- und Beratungshilfe
Guter Rat ist nicht immer teuer. In manchen Städten gibt es für wenig Geld öffentliche Rechtsauskünfte. Mietern hilft der Mieterverein, Arbeitnehmern die Gewerkschaft, und auch Rechtsanwälte kosten oft weniger Geld als vermutet. Verbraucherzentralen bieten ebenfalls preiswerte Rechtsberatung zu einer ganzen Reihe von Themen. Und wer sehr wenig Geld hat, kann Beratungshilfe beantragen.
Wann die Hilfe greift
Rechtssuchende, die Anspruch auf diese Unterstützung haben, müssen für die Beratung beim Rechtsanwalt nur 10 Euro selbst zahlen. Darüber hinaus gehende Honorare übernimmt die Staatskasse. Geht der Rechtsstreit vor Gericht, zahlt wieder der Start. Prozesskostenhilfe heißt das dann. Voraussetzung außer einem Einkommen unterhalb der Grenzen: Der Betroffene hat mit seinem Antrag oder seiner Klage Aussicht auf Erfolg. Fein raus sind Ratsuchende mit Rechtsschutzversicherung: Wenn sie die richtige Police haben, zahlt der Versicherer – den Anwalt, Gutachterhonorare, Gerichtskosten und was sonst noch anfällt.
Manchmal hilft der Ombudsmann
Keine Rechtsberatung, aber auch hilfreich: Bei Streit mit Banken, Versicherungen, der Bahn, Fluggesellschaften und vielen anderen Unternehmen mehr können sich Kunden an einen Ombudsmann wenden. Der soll zwischen Kunden und Unternehmen vermitteln. In vielen Branchen und Fällen ist sein Urteil für das Unternehmen verbindlich. Kunden können stets noch vor Gericht ziehen, wenn sie mit der Entscheidung des Ombudsmanns nicht einverstanden sind. Eine Art indirekten Rechtsschutz bieten Haftpflichtversicherungen. Sie verteidigen sich und damit auch ihre Versicherten, wenn jemand von Schadenersatz verlangt.
Meldungen
KurzurteilHosen runter vor Gericht
11.12.2012 - Wer Prozesskostenhilfe will, muss seine wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen. Verschweigt er etwas absichtlich oder grob nachlässig, kann das Gericht die Hilfe versagen – auch wenn alle anderen Voraussetzungen für die Hilfe erfüllt sind (Bundesgerichtshof, Az. IV ZB 16/12). Ein verschuldeter Geschäftsführer hatte seinen Anteil an der Firma und seinen Dienstwagen nicht genannt.Zur Meldung
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