Pflege von Angehörigen

Die nahen Angehörigen pflegebedürftiger Menschen leisten Gewaltiges: Tag für Tag – nicht selten rund um die Uhr – sind sie für den vertrauten Menschen da. Vieles müssen die Angehörigen dabei organisieren, damit die Pflege läuft. Zu klären sind zum Beispiel Pfle­gestufen oder die Leistungen einer Pflegerente sowie die Möglich­keiten, als Angehöriger Pflege­zeit und Familien­pflege­zeit zu nehmen.

Pfle­gestufe beantragen

Die Leistungen der Pflegekasse sind in Stufen unterteilt. Die meisten pflegebedürftigen Menschen sind in Pfle­gestufe I. Sie erhalten monatlich 235 Euro Pflegegeld oder – sofern ein Pflege­dienst anrückt – 450 Euro als Pflegesach­leistung ausgezahlt. Noch mehr Geld gibt es für Menschen in den Pfle­gestufen II oder III. Ein Gutachter des Medizi­nischen Dienstes der Krankenkasse (MDK) stellt die Pflegebedürftig­keit fest. Er besucht den Menschen zu Hause und schreibt auf, für welche Tätig­keiten er Hilfe braucht. Angehörige sollten vorher schon mal ein Pfleg­etagebuch anlegen.

Privates Pfleg­etagegeld und Pflegerente

Die Leistungen der gesetzlichen Pflege­versicherung reichen oft nicht, um die Pflege­kosten zu decken. Eine private Pfleg­etagegeld­versicherung oder auch Pflegerenten­versicherung schließt die Lücke (zur Themenseite Pflegeversicherung). Sie zahlt einen zusätzlichen Betrag aus, wenn ein Mensch pflegebedürftig wird. Der Haken: Um ein gutes Angebot zu finden, müssen die Kunden die Versicherung abschließen, solange sie noch jünger und gesund sind. Finanztest hat die Produkte getestet.

Pflege­zeit und Familien­pflege­zeit

Damit auch Berufs­tätige einen nahe Angehörigen pflegen können, dürfen sie die gesetzliche Pflege­zeit in Anspruch nehmen. Es gibt zwei Varianten: Für akut auftretende Pflegesituationen können Arbeitnehmer von heute auf morgen bis zu zehn Tage zu Hause bleiben. Sie können aber auch bis zu sechs Monate Sonder­urlaub nehmen. 2012 kam mit der Pflegefamilien­zeit eine dritte Variante hinzu: Berufs­tätige können nun für die Pflege in Teil­zeit gehen. Doch nicht allen steht eine längere Auszeit zu. In den Berichten dieser Themenseite erfahren Sie, welche Rechte die Angehörigen pflegebedürftiger Menschen haben.

Haus­notruf kann Leben retten

Der Alptraum: Allein in der Wohnung, über die Teppichkante gestürzt, das Telefon außer Reich­weite. Per Knopf­druck können pflegebedürftige Menschen im Notfall einen Rettungs­dienst rufen. Das Gerät tragen sie zu jeder Tages­zeit mit sich. Die Stiftung Warentest hat die Hausnotrufsysteme geprüft. Ergebnis: Nur drei von zwölf Anbietern sind gut.

Pfle­gekräfte aus Osteuropa

Die Pflege rund um die Uhr ist anstrengend – und für viele Angehörige zu viel. Private Pfle­geagenturen vermitteln Haus­halts­hilfen aus Mittel- und Osteuropa, vor allem aus Polen, zunehmend auch Rumänien und Bulgarien. Recht­lich bewegen sich die Anbieter in einer Grauzone. Die Berichte der Themenseite erklären, was Angehörige bei der Wahl der Anbieter beachten müssen.

Tests

Rollatoren Test

RollatorenKomfort kostet extra

14.02.2014 - Wer einen Rollator braucht, hat die Wahl: Entweder ein von der Krankenkasse bezahltes, schweres und sper­riges Modell. Oder ein leichtes, einfach zu verstauendes Gefährt für 300 bis 400 Euro. test hat 15 Rollatoren der beiden Gruppen getestet. Fahren können alle. Doch die Unterschiede zeigen sich auf schwierigem Unter­grund und mit Beladung.Zum Test

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Specials

Rechtlich vorsorgen Special

Recht­lich vorsorgenWenn das Gericht einen Berufs­betreuer bestellt

15.04.2014 - Ein Mensch verliert den Über­blick über sein Leben und hat keinen, der ihn unterstützt. Dann organisiert das Gericht für ihn eine recht­liche Betreuung. Erst wenn weder Familie noch Freunde eine ehren­amtliche Betreuung über­nehmen wollen, kommt ein Berufs­betreuer infrage. Berufs­betreuer erarbeiten mit ihren Klienten einen Plan mit Zielen, die der betreute Mensch erreichen möchte. Wird der betreute Mensch pflegebedürftig, kümmert sich der Betreuer um einen passenden Pflege­dienst.Zum Special

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Schnelltests

Info-Angebot Altenpflegeausbildung Schnelltest

Info-Angebot Alten­pfle­geaus­bildungGut informiert, mittel­mäßig beraten

13.06.2013 - Auszubildende zum Alten­pfleger werden dringend gesucht. Ein behördliches Portal im Internet informiert Interes­sierte über Ausbildung und Beruf und bietet Unent­schlossenen die Möglich­keit zur Beratung. test.de hat das Angebot unter die Lupe genommen.Zum Schnelltest

    Meldungen

    Drive Medical Diamond Deluxe Meldung

    Drive Medical Diamond DeluxeRollator und Roll­stuhl in einem

    27.02.2014 - Die Firma Drive Medical bietet für 179 Euro einen Rollator an, der sich zum Roll­stuhl umrüsten lässt: den Diamond Deluxe. Erst im Februar-Heft hatte test Rollatoren geprüft. Nach denselben Prüfkriterien untersuchten die Experten der Stiftung Warentest jetzt auch den Roll­stuhl-Rollator. Ihr Fazit: Der Diamond Deluxe eignet sich höchs­tens als Zweitmobil für Spazier­fahrtenZur Meldung

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