Ökofonds und ethische Banken

Wer Geld anlegt, will Gewinn machen – aber nicht um jeden Preis. Immer mehr Menschen legen Wert darauf, dass mit ihren Erspar­nissen keine fragwürdigen Geschäfte finanziert werden. Atom­kraft, Kinder­arbeit, Rüstung, Umwelt­verschmut­zung – mit all dem wollen sie nichts zu tun haben. Seit dem Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers wenden sich zudem Bank­kunden in Scharen von herkömm­lichen Geldhäusern ab. Falsch­beratung, Spekulation mit Ramsch­papieren und Milliardenboni für die Manager auch bei Erfolg­losig­keit haben ihr Vertrauen in die Seriosität der Institute erschüttert.

Fonds: Grün ist nicht gleich grün

Wer nicht gleich seine gesamte Bank­verbindung auf ethisch und ökologisch umstellen will, der kann zum Beispiel mit seiner Fonds­anlage anfangen. Noch sind Fonds, die das Geld der Anleger nach nach­haltigen Kriterien anlegen, ein Nischenmarkt. Dennoch kann man Ökofonds bei jeder beliebigen Bank bekommen. Am besten ist es allerdings, wenn der Kunde schon weiß, was er will. Die Bank­berater sind meist keine Fachleute auf diesem Gebiet. Zudem ist „öko“ ein sehr dehn­barer Begriff.

Die richtigen Fonds finden

Ökofonds ist nicht gleich Ökofonds. Das beginnt schon bei den Bezeichnungen, manche Banken nennen sie ethisch-ökologisch, andere sprechen von nach­haltig oder eng­lisch „sustainable“. Oft tragen die Fonds auch das Wert „grün“ in Namen oder „green“. Doch im Grunde gleicht kein Fonds dem anderen, jeder Manager kocht sein eigenes Süpp­chen und wendet unterschiedliche Kriterien an, um aus dem großen Angebot an Aktien und Anleihen die passenden heraus­zufiltern. Für den Anleger am einfachsten nach­zuvoll­ziehen sind dabei ethische und ökologische Ausschluss­kriterien: Unternehmen mit fragwürdigen Geschäft­spraktiken kommen für ein Investment nicht infrage. Anders ist die Heran­gehens­weise beim sogenannten Best-in-Class-Prinzip. Statt bestimmte Branchen von vorn­herein auszuschließen, werden die Unternehmen bevor­zugt, die in ihrer Branche in Sachen Nach­haltig­keit am besten abschneiden. Das kann dann auch ein Ölkonzern sein, wenn er sauberer arbeitet als die anderen. Finanztest hat in einem PDF-Dokument aufgelistet, welche Fonds welches Auswahl­prinzip anwenden.

Banken: Von Tages­geld bis Zahlungs­verkehr

Wer sein Geld lieber auf ein Tages- oder Fest­geld­konto legt, als es in Fonds einzuzahlen, dem bleibt nichts übrig als die Bank zu wechseln. Denn nur Kredit­institute wie zum Beispiel Ethik­bank, GLS Bank oder Umwelt­bank richten ihre gesamte Geschäfts­tätig­keit an ethisch-ökologischen Kriterien aus. Auch die Kirchen­banken wie etwa die Bank für Kirche und Diakonie zählen zu den Kredit­instituten mit entsprechendem Anspruch. Bei herkömm­lichen Banken kann es dagegen durch­aus passieren, dass das Geld in Projekte fließt, mit denen der Anleger nichts zu tun haben will – etwa indem die Bank Kredite an Firmen vergibt, die Atom­kraft­werke bauen. Geld, das die Banken nicht verleihen, legen sie selbst am Kapitalmarkt an. Das heißt, sie kaufen Aktien und Anleihen, und beachten dabei normaler­weise keine ethischen, sozialen oder ökologischen Ausschluss­kriterien. Wer will, kann bei den alternativen Banken sogar ein Giro­konto eröffnen und seinen gesamten Zahlungs­verkehr über sie abwi­ckeln.

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Einzelfondsabfrage Test

Einzel­fonds­abfrageInfos zu über 14 000 Fonds

17.05.2013 - Mit der kostenlosen Einzel­fonds­abfrage können Anleger herausfinden, wie gut ihr Fonds im Vergleich zur Fondsgruppe dasteht. Er enthält Angaben zur Wert­entwick­lung und Platzierung von 14593 (Stand 31. März 2013) aktiv gemanagten Fonds und Indexfonds (ETF) aus sämtlichen Fondsgruppen. Die Einzel­fonds­abfrage enthält auch Fonds, die nach dem 31. Dezember 2007 aufgelegt wurden und damit noch zu jung sind, um im Dauer­test von Finanztest bewertet zu werden.Zum Test

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EECHEx-Chef der EECH-Gruppe soll ins Gefäng­nis

11.04.2013 - Das Land­gericht Hamburg hat Tarik Ersin Yoleri, den Ex-Chef der EECH-Gruppe aus Hamburg, wegen schweren Betrugs zu 5 Jahren Haft verurteilt. Bereits seit 2003 hat Finanztest immer wieder vor den EECH-Anleihen aus dem Bereich der alternativen Energien gewarnt.Zur Meldung

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