Monitor
Arbeit am Computer kann krank machen: Millionen Bildschirmarbeiter klagen über Müdigkeit, Augenbrennen, Kopf- oder Nackenschmerzen. Wer einen guten PC-Monitor benutzt und diesen richtig einstellt, kann zahlreichen Beschwerden vorbeugen. Mit ihren Tests hilft die Stiftung Warentest dabei, die richtige Wahl zu treffen. Von den Flachbildschirmen der neuen Generation können viele überzeugen. Das zeigt der letzte Test von Monitoren. Günstige gute Modelle sind bereits unter 200 Euro zu haben.
Größer ist besser
Bei PC-Monitoren sind Flachbildschirme heutzutage Standard, die Zeit der voluminösen Röhrenbildschirme ist vorbei. Flachbildschirme sind technologiebedingt augenschonender als ihre Vorgänger. Die alten Röhren bauten das Bild zeilenweise auf — mit Dunkelphasen dazwischen, die das Auge als Flimmern wahrnimmt. Bei Flachbildschirmen leuchten alle Bildpunkte gleichzeitig, auf ein Bild folgt ohne Flimmern direkt das nächste. 21 Zoll, also eine Bilddiagonale von 53 Zentimetern, sollte die Mindestgröße für einen PC-Monitor sein. Es passt mehr Text darauf, der Nutzer muss weniger scrollen. Das schont die Augen merklich. Wird die Schrift als zu klein empfunden, ist es hilfreich, eine größere Schriftgröße einzustellen.
Besser matt als glänzend
Ermüdend für die Augen ist es auf Dauer auch, wenn der Bildschirm spiegelt. Vor allem bei einfallendem Sonnenlicht fallen bei glänzenden Oberflächen Spiegelungen negativ auf. Die Oberflächen der neusten Monitorgeneration sind daher fast alle matt. Von den eingebauten Lautsprechern können Nutzer bei den meisten Modellen nicht allzu viel erwarten. Vor allem Computerspieler, die auf einen satten Sound Wert legen, sollten leistungsfähige externe Boxen anschließen. Wegen der schnellen Bildwechsel sollten vor allem Computerspieler auf eine hohe Bildwiederholrate achten, welche in Hertz angegeben wird. Am normalen Arbeitsplatz reichen 60 Bildwechsel pro Sekunde, also 60 Hertz. Einige Monitore bringen sogar 120 Hertz.
Nicht zu hoch einstellen
Die optische Qualität eines Monitors allein ist nicht entscheidend, wie gut er ist. Ein guter PC-Bildschirm zeichnet sich auch durch vielfältige Einstellmöglichkeiten aus: Monitore sollten sich in der Höhe verstellen lassen — zumindest aber einen niedrigen Standfuß haben. Viele Computernutzer stellen den Schirm viel zu hoch ein, mit der obersten Bildschirmzeile auf Augenhöhe. Augen- und Halsmuskeln sind wesentlich entspannter, wenn der Blick leicht nach unten geht. Ein PC-Monitor sollte sich deshalb nach hinten kippen lassen, ideal sind etwa 35 Grad. Besser für die Augen ist es auch, wenn der Monitor nicht in Blickrichtung zum Fenster steht. Es strengt die Augen an, weil sie abwechselnd auf den Monitor und das Geschehen draußen scharfstellen und sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen müssen. Auch sollte die Helligkeit des Monitors nicht zu grell eingestellt werden. Manche Nutzer drehen diese so hoch, dass ihre Augen regelrecht geblendet werden.
Die praktische 90 Grad-Drehung
Viele aktuelle Monitore haben ein Seitenverhältnis von 16:9 oder 16:10. Das ist gut zum DVD-Videos gucken, aber weniger optimal beispielsweise für Textverarbeitung oder Softwareprogrammierung. Wer häufig solche Aufgaben zu erledigen hat, für den kann ein um 90 Grad hochkant drehbarer, sogenannter Pivot-Monitor eine praktische Lösung sein. Auch Monitore mit einem klassischen Seitenverhältnis 4:3 sind dafür noch ein akzeptabler Kompromiss.
Tests

MonitoreZum Arbeiten und Fernsehen
27.01.2011 - Den ganzen Tag am Rechner und abends Kopfschmerzen? Mit einem guten Monitor, der richtig auf- und eingestellt ist, muss das nicht sein. Aus ergonomischer Sicht besticht besonders ein Bildschirm von Dell. Drei Monitore bieten auch gleich einen Fernsehempfänger.Zum Test
Weitere Tests:
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Schnelltests
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Discounter-Schnäppchen im TestComputermonitor von Aldi
28.04.2011 - Bei Aldi gab es Ende März bundesweit für 100 Euro einen PC-Monitor mit 51 Zentimeter (20 Zoll) Bilddiagonale. Kontrast und Farbwiedergabe waren ordentlich, das Bild war scharf, aber nicht sonderlich hell, der Blickwinkel recht eng. Für Computerspiele war die Reaktionszeit zu langsam. Lesen Sie hierzu den ausführlichen Online-Schnelltest.Zur Meldung
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