Modernisierung

Drei­viertel aller Häuser in Deutsch­land sind über 30 Jahre alt. Knapp die Hälfte wurde nach dem Krieg und vor Einführung der ersten Wärmeschutz­ver­ordnung 1977 gebaut, ein weiteres Viertel stand bereits vor dem Krieg. Viele von ihnen sind deshalb sanierungs­bedürftig. Die gute Nach­richt: Haus­eigentümer können eine Modernisierung jetzt besonders günstig finanzieren. Dabei helfen staatliche Zuschüsse oder Förderdarlehen. Und mit einer neuen Heiz­anlage oder einer besseren Wärmedämmung können Eigentümer ihre Energiekosten enorm senken.

Förderdarlehen der KfW-Bank fast zum Null­tarif

Gut geplante Energiesparmaß­nahmen rechnen sich fast immer – je älter das Gebäude ist, desto mehr. Um die Energiewende voran­zubringen, unterstützt der Staat sanierungs­willige Hausbesitzer mit zahlreichen Förderprogrammen. Größter Geld­geber ist die staatliche KfW Bank. Jähr­lich 1,5 Milliarden Euro sollen Energiesparern bis 2014 für zins­verbilligte Kredite und Zuschüsse zur Verfügung stehen. Eigentümer älterer Häuser erhalten für die Sanierung zum Beispiel ein Darlehen bis zu 75 000 Euro zu einem Zins­satz von nur 1 Prozent. Weil sie zusätzlich noch einen Tilgungs­zuschuss erhalten, zahlen sie mitunter sogar weniger zurück, als sie an Kredit bekommen.

Zuschüsse für erneuer­bare Energien

Haus­eigentümer, die ihre Heizung auf erneuer­bare Energien umstellen, erhalten dafür Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Ge­fördert werden Solar­anlagen zur kombinierten Warm­wasser­bereitung und Heizungs­unterstüt­zung, Biomasseanlagen (zum Beispiel Holz­pelletkessel) und Wärmepumpen. Außerdem über­nimmt das Bafa bis zur Hälfte der Kosten für die ausführ­liche Energieberatung durch einen dafür zugelassenen Sach­verständigen.

Güns­tige Bank­darlehen

Für eine klassische Instandhaltung oder Modernisierung, etwa ein neues Bad oder eine Dacherneuerung, gibt es in der Regel keine staatliche Förderung. Günstig finanzieren lassen sich solche Arbeiten trotzdem mit einem ganz normalen Bank­darlehen. Dabei lohnt sich ein Vergleich mehrerer Angebote. Bei relativ kleinen Summen von beispiels­weise 10 000 oder 20 000 Euro Summen sind die Unterschiede in den Zins­sätzen der Banken besonders hoch.

Alters­vorsorge fürs Haus

Haus­eigentümer sind gut beraten, früh­zeitig Rück­lagen für Reparaturen und eine Modernisierung ihrer Immobilie zu bilden. Eine gute Grund­lage ist ein Bauspar­vertrag. Damit sparen sie nicht nur eigenes Kapital an, sondern sie sichern sich zugleich ein güns­tiges Darlehen für später. Wenn die Bausparkasse die Vertrags­summe nach einer Spar­zeit von beispiels­weise acht oder zehn Jahren auszahlt, steht ihrem Kunden für die Sanierung seines Hauses mehr als das Doppelte dessen zur Verfügung, was er angespart hat. Ein Bausparer muss sich zwar viele Jahre lang mit mick­rigen Sparzinsen begnügen. Dafür garan­tiert ihm die Bausparkasse schon heute ein Darlehen zu einem Mini-Zins­satz von meist nur 2,75 bis 3,75 Prozent. Welche Bausparkasssen die güns­tigsten Angebote machen zeigt der Test: Die Besten für Modernisierungen.

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15.01.2013 - Bauherren und Wohnungs­käufer, die ihre Finanzierung mit einem Förderkredit der KfW-Bank kombinieren, sparen oft tausende Euro Zinsen. Die Staats­bank fördert Bau, Kauf und Sanierung von Immobilien mit güns­tigen Krediten und Zuschüssen. Einige Banken vergeben die Kredite sogar mit zusätzlichem Zins­rabatt. Finanztest hat die Konditionen von 70 Banken und Vermitt­lern für typische Kombi­na­tions­finanzierungen aus Bank- und KfW-Kredit verglichen.Zum Test

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