Kurs Führen und Kommunizieren
Berufstätige brauchen neben fundiertem Fachwissen weitere Schlüsselqualifikationen, um im Arbeitsleben bestehen und Karriere machen zu können. Soziale Kompetenzen oder Soft Skills wie Führungsfähigkeiten oder Kommunikationskompetenz werden in Weiterbildungsseminaren vermittelt. Die Tester der Stiftung Warentest haben Kurse zum Konfliktmanagement konsultiert, verschiedene Gesprächssituationen in Seminaren zur Mitarbeiterführung geübt und sich Präsentationstechniken mit oder ohne den Einsatz von Powerpoint angeeignet. Sicheres Auftreten nach den Regeln der Etikette haben sie in Business Knigge Seminaren gelernt. Die Kunst zu reden haben sie sich in Kursen für Rhetorik erarbeitet und auf den Umgang mit ausländischen Geschäftspartnern haben sie sich mit interkulturellen Trainings vorbereitet.
Führen lernen – mit Kursen, Coaching oder einem Mentor
Zunächst ist die Freude über die Beförderung groß: Mehr Geld, mehr Prestige – und vielleicht ein paar zusätzliche Privilegien. Doch der neue Job bringt auch Verantwortung mit sich, zum Beispiel für die Mitarbeiter. Führen muss und kann man üben. Besonders neu ernannte Chefs und weibliche Vorgesetzte stehen in Spitzenpositionen stark unter Druck. Für sie gibt es spezielle Kursangebote zur Mitarbeiterführung. Grundsätzlich wichtig für das Führungs-Einmaleins: Anerkennung aussprechen und Mitarbeiter motivieren. Beim beruflichen Aufstieg können sich Karrieremacher übrigens unterstützen lassen – ein Coaching leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Mit dem persönlichen Berater erstellt man seinen eigenen Trainingsplan für die Teamführung. Auch ein Mentor, eine erfahrene Führungskraft, begleitet einen neuen Kollegen als Pate oder Fürsprecher auf seinem Weg die Karriereleiter hinauf.
Business Knigge: Mit Manieren im Job Eindruck machen
Die Begegnung mit dem Vorstand auf dem Flur, das Geschäftsessen mit wichtigen Kunden, das Vorstellungsgespräch für den Traumjob – solche Situationen können schnell zur beruflichen Benimmprobe werden. Auch gute Manieren zählen zu den gefragten sozialen Schlüsselkompetenzen. Wichtig sind korrekte Umgangsformen zum Beispiel vor allem bei Begrüßung und Anrede. Sie lernt man in Business Knigge-Kursen, die solche Themen wie Rangordnung, Distanzzone und nonverbale Kommunikation behandeln sollten. Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für den Umgang mit Geschäftspartnern aus dem Ausland. Was in einem Kulturkreis als höflich gilt, wird im anderen möglicherweise als befremdlich empfunden. Die Gepflogenheiten des Gastlandes kennenzulernen, ist Aufgabe interkultureller Trainings – dann sind die Manieren auch auf internationalem Parkett einwandfrei.
Bei Konflikt im Beruf lieber schlichten statt streiten
Manchmal hilft das beste Benehmen nicht – unter den Kollegen fliegen im stressigen Berufsalltag trotzdem die Fetzen. Ungelöste Konflikte kosten die Wirtschaft viel Geld. Viele Unternehmen setzen daher auf professionelles Konfliktmanagement oder Vermittlungsverfahren wie die Mediation. Beide helfen, Wege aus dem Zoff zu finden. Konfliktmanager lernen ihr Handwerk in Kursen oder beziehen ihr Wissen aus Ratgebern. Aber Achtung: Nicht alle geben konstruktive, anwendbare Tipps, wie der Test der Weiterbildungsexperten zeigte. Mediatoren erwerben ihr Wissen in deutlich umfangreicheren Ausbildungen. Um die richtige Qualifizierung zu finden, gibt die Datenbank mit 145 Anbietern Orientierungshilfe. Das Anforderungsprofil erklärt, was eine gute Ausbildung bieten sollte.
Richtig präsentieren – mit und ohne Powerpoint
Die Fähigkeit, Arbeitsergebnisse oder Konzepte präsentieren zu können, ist ebenfalls ein wichtiger Soft Skill. Gerade von Fach- und Führungskräften wird erwartet, dass sie Inhalte vor Publikum unter Einsatz geeigneter Medien wie Flipchart oder Beamer überzeugend vorstellen können. Eines der am meisten verwendeten Präsentationswerkzeuge ist die Software Powerpoint. Für ihren Einsatz machen CD-Roms und webbasierte Trainings fit. Zumindest helfen die meisten dabei, ansprechende Folien auch ohne Grafikkenntnisse zu erstellen – so das Testergebnis. Einige Fragen bleiben in den Trainings allerdings offen: Wie viele Folien verwende ich? Was sage ich dazu? Und wie wird die Präsentation keine reine Spiegelstrichschlacht? In Kursen für Präsentationstechniken lernen Teilnehmer Vorträge vorzubereiten, sprachliche Stilmittel einzusetzen und auf Stimme, Sprechtempo und Körperhaltung zu achten. Auch der Umgang mit Lampenfieber und Pannen und die Reaktion auf kritische Nachfragen stehen auf dem Stundenplan. Überzeugendes Auftreten bei Vorträgen, aber auch in Gesprächen und Diskussen lernen alle, die die Kunst zu reden für den Beruf benötigen, auch in Rhetorik-Seminaren.
Specials

Mediator werden145 Angebote im Vergleich
14.03.2013 - Seit knapp einem Jahr fördert das Mediationsgesetz die außergerichtliche Konfliktlösung. Doch welche Qualifizierung Mediatoren brauchen, ist bislang nicht klar geregelt. Die Stiftung Warentest hat Anforderungen formuliert und 145 Ausbildungen daran gemessen. Der Vergleich zeigt: Werbung und Wirklichkeit klaffen mitunter auseinander.Zum Special
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