Kartoffeln, Chips, Klöße und Pommes

Grau-braune Schale, Sand­krümel, erdiger Geruch – auf den ersten Blick wirken Kartoffeln unscheinbar. Doch gekocht und geschält erweisen sie sich als Nähr­stoff­wunder: viel Vitamin C, Kalium und Ballast­stoffe. Wer Kartoffeln fett­arm zubereitet, etwa als Pell­kartoffeln, bekommt eine kalorien­arme Beilage. Das Special Rein in die Kartoffeln beschreibt, warum die Knollen so toll sind. Allerdings essen die Deutschen sie immer seltener pur. Jede zweite Kartoffel kommt als verarbeitetes Industrie­produkt auf den Tisch. Die Stiftung Warentest hat einige solcher Produkte getestet – Chips, Kartoffelknödel, Kartoffelpüree, Pommes.

Kartoffel-Chips: Paprika-Geschmack am beliebtesten

Ein Teil der Kartoffeln wird für die Produktion von Chips verwendet. Etwa ein Kilogramm Kartoffel­chips knabbert jeder im Jahr, am liebsten Paprika-Chips. Die Stiftung Warentest hat den großen Chips-Test gemacht und 30 Produkte unter die Lupe genommen – Paprika-Chips, Light-Chips, Stapel-Chips und Besonderheiten mit Salz. Über die Hälfte schneidet gut ab, darunter sowohl teure Marken als auch preisgüns­tige Handels­marken. Zwei Produkte fielen durch ihren Schad­stoff­gehalt auf. In fett­reduzierten Kartoffel­chips steckt bis zu ein Drittel weniger Fett als in Kartoffel- und Stapelchips. Am besten für die Linie: Ofenchips. Sie sind geba­cken, nicht frittiert.

Kartoffel­klöße: nicht immer eine runde Sache

Auch Kartoffel­klöße kommen heute oft aus der Packung. So lassen sie sich deutlich unkomplizierter zubereiten als das selbst­gemachte Original. Doch die schnellen Klöße der Industrie enttäuschen oft. Die Stiftung Warentest hat 31 Produkte aus rohen und gekochten Kartoffeln, meist halb und halb untersucht: Pulver zum Anrühren, Kochbeutelklöße, gekühlte Kloß­teige, tiefgekühlte Knödel und ungekühlte Miniknödel. Nur 10 Produkte waren gut. Kein Industrie­produkt im Test lief hausgemachten Klößen den Rang ab. Die Warentester nahmen sie zum Maßstab: frisch gelb, mit intensiver Kartoffel­note, locker und elastisch. Am nächsten kamen ihnen sensorisch ein Frisch­kloß­teig sowie eine Marke tiefgekühlter Miniknödel. Zu kaum elastischen Klößen führten fast alle Pulver.

Kartoffel­püree: selten wie frisch gestampft

Kartoffel­püree aus der Tüte erfreut sich großer Akzeptanz. Doch der Test der Instantflocken zeigt, dass sie es selten mit hausgemachtem Kartoffel­brei aufnehmen können. Kein Wunder: Das Kartoffel­pulver hat aufwendige technologische Verarbeitungs­schritte hinter sich. Sie können zulasten des Aromas und der Konsistenz gehen. Um hier nach­zuhelfen, werden den konventionellen Fertigbreis vor dem Trocknen oft reichlich Zusatz­stoffe zugesetzt – zum Beispiel Emulgatoren, Stabilisatoren, Antioxidations­mittel. Immerhin konnte das Gros der Produkte im Test ein gutes Testqualitäts­urteil für sich verbuchen. Und damit eignen sie sich für die schnelle Küche, zu deren Anhängern etwa eilige Mütter und kochunlustige Singles zählen.

Pommes frites: mehr als nur ein Snack

Zuletzt haben die Tester 2007 die Pommes von großen Ketten untersucht wie von Burger King, McDonald´s, Kentucky Fried Chicken und Ikea. Damals machten die Pommes frites von Burger King das Rennen: Das Frittier­fett war in Ordnung, Acrylamid kein Problem, der Knusper­faktor hoch. Andere Anbieter kosteten belastete Frittier­fette oder schlechte Nähr­werte ein gutes Urteil. Unterm Strich lieferten aber alle Kartoffel­stäbchen im Test so viel Energie, dass sie mehr waren als nur ein Snack; eine normale Portion deckte oft mehr als ein Viertel des täglichen Energiebe­darfs.

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Fastfood im TestWo gibt’s das beste Menü?

13.09.2013 - Fastfoodketten haben ein Image-Problem: das Essen fett­reich und ungesund, die Mitarbeiter unzufrieden. Die Stiftung Warentest wollte wissen, ob der schlechte Ruf gerecht­fertigt ist. Die Tester haben geprüft, wer den besten Burger serviert, wo die Salate frisch und knackig sind, wie viele Kalorien die Menüs enthalten – und wie es um die Arbeits­bedingungen der Mitarbeiter aussieht. Im Test: McDonald’s, Burger King und Koch­löffel.Zum Test

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Rezept des MonatsHerbst­gemüse aus dem Ofen

07.11.2013 - Mehr saison­ales Gemüse geht kaum: Auf einem Bett aus Spitzkohl liegen Kartoffeln, Kürbis und Rote Bete. Beim gemein­samen Schmoren entwickeln sie unwiderstehlich kräftig-würzige Aromen. Ein Klecks Kräuterquark macht satt.Zum Rezept

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19.06.2014 - Mehr als 16 Millionen Tonnen Verpackungs­müll produzieren die Deutschen jähr­lich. Als Gegen­maßnahme setzen findige Einzel­händler jetzt wieder auf Altbewährtes: Wie früher im Tante-Emma-Laden verkaufen sie ihre Ware teil­weise oder komplett ohne Verpackung. Für einen verpackungs­freien Supermarkt, der im Spätsommer in Berlin eröffnen soll, spendeten tausende Unterstützer insgesamt mehr als 100 000 Euro.Zur Meldung

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26.04.2012 - Kalorienreich, nährstoffarm, mühevoll zuzubereiten – viele Menschen haben Vorbehalte gegenüber Kartoffeln und essen immer weniger davon. Dabei sind die Knollen toll. test entlarvt 10 häufige Irrtümer rund um die mehligkochende Adretta, die vorwiegend festkochende Christa und die festkochende Sieglinde – und deren zahlreiche Schwestern.Zum Special

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