Gesetzliche Rente

Sie ist in Deutsch­land die Alters­vorsorge schlecht­hin: Für die meisten Erwerbs­tätigen ist die gesetzliche Renten­versicherung Pflicht. Während etwa in den USA viele Arbeitnehmer, die ihre Alters­vorsorge auf Pensions­fonds gestützt haben, nach der Finanz­krise mit leeren Händen dastehen, ruht hier­zulande die Basis der Alters­vorsorge auf festen Füßen. test.de erläutert, wie die gesetzliche Rente funk­tioniert und berichtet regel­mäßig über aktuelle Entwick­lungen. Die Tests der Stiftung Warentest helfen allen gesetzlich Versicherten, die ergänzend fürs Alter vorsorgen wollen, ein güns­tiges Angebot zu finden.

Mehr­zahl der Rentner ist gut versorgt

Derzeit geht es der großen Mehr­heit der Ruhe­ständler bestens. Im Durch­schnitt bekommen Männer in den alten Bundes­ländern eine gesetzliche Alters­rente von 985 Euro, in den neuen Bundes­ländern sind es rund 1 060 Euro. Frauen im Westen bekommen im Durch­schnitt eine Alters­rente von 490 Euro, im Osten sind es 705 Euro. Die gesetzliche Rente ist aber nicht alles. Nach Angaben der Bundes­regierung verfügt ein Rentner­ehepaar in West­deutsch­land im Durch­schnitt über ein Gesamt­einkommen von rund 2 340 Euro, in Ostdeutsch­land sind es 1 933 Euro. Betriebs­renten, private Renten, Einnahmen aus Vermietung und Zins­einkünfte zählen dazu. Nur 2,5 Prozent aller 65-Jährigen und Älteren haben weniger als 686 Euro und sind deshalb auf staatliche Grund­sicherung angewiesen.

Alters­armut wird zunehmen

Doch die Rente ist ein Abbild des Arbeits­lebens: Wer sehr wenig verdient, wird im Alter arm sein. „Die hohe Arbeits­losig­keit und der Anstieg der gering­fügigen Beschäftigung wirken sich dämpfend auf die Alters­einkommen aus“, lautet die nüchterne Bestands­aufnahme des Wirt­schafts-Sach­verständi­genrats der Bundes­regierung. Die Zeit von 1997 bis 2006 mit weit mehr als vier Millionen Arbeits­losen, Teil­zeitboom und immer mehr unsicheren Beschäftigungs­verhält­nissen spiegelt sich jetzt in der Rente wider. So bekommen Beschäftigte, die in den Jahren 2010 und 2011 in den Ruhe­stand gegangen sind, im Durch­schnitt eine geringere Alters­rente als die Grund­sicherung – und somit auch viel weniger als der Durch­schnitt aller Rentner.

Zusätzliche Vorsorge tut Not

Die Alters­bezüge der erst vor kurzem in Rente gegangenen Menschen sind also viel geringer als der Durch­schnitt aller Rentner. Eine zusätzliche Alters­vorsorge, am besten über den Betrieb oder mit einer guten Riester-Rente, ist unter den gegebenen Umständen notwendig, um den gewohnten Lebens­stan­dard im Alter halten zu können.

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Leser­aufrufWie klappt Ihr früher Einstieg in die Rente?

21.05.2013 - Auch nach Einführung der Rente mit 67 ist ein vorzeitiger Renten­beginn noch möglich. So haben von den 377 000 Frauen, die 2011 neu in Alters­rente gegangen sind, mehr als 40 Prozent die Sonder­regelung für Frauen genutzt. Das zeigt die Statistik der Deutschen Renten­versicherung. Doch nicht nur Frauen, die jetzt 62 Jahre oder älter sind, dürfen eher gehen, sondern auch Versicherte, die 35 Jahre Beiträge gezahlt haben, Beschäftigte in Alters­teil­zeit, Arbeits­lose und Schwerbehinderte.Zur Meldung

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21.03.2013 - Berufs­tätige, die sich vorzeitig zur Ruhe setzen, müssen einen Abzug hinnehmen. Verabschiedet sich zum Beispiel ein Angestellter zwei Jahre vor der offiziellen Alters­grenze aus dem Job, muss er lebens­lang auf etwa 7 Prozent seiner Rente verzichtet. Von beispiels­weise 1 600 Euro im Monat bleiben dann nur knapp 1 500 Euro. Damit das Geld im Alter reicht, sollten Arbeitnehmer den Absprung aus dem Job gut vorbereiten. test gibt Tipps für die Rente ab 60, 63 und 65, erklärt die Spiel­regeln für...Zum Special

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